Lokales

"In" sein ohne Drogen und Alkohol

Suchtvorbeugung von Schülern für Schüler ist ein wichtiger Baustein in der Suchtvorbeugung im Landkreis Esslingen. Dazu werden beliebte Schülerinnen, Schüler und Meinungsmacher aus verschiedenen Schulen zu Schülermultiplikatorenseminaren rund ums Thema Sucht und Vorbeugung eingeladen.

KREIS ESSLINGEN Die Seminare werden in Kooperation mit den Schulen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Jugend- und Drogenberatungsstellen und der Jugendhäuser durchgeführt. Schüler, die für Gleichaltrige Vorbild sind und von ihnen ernst genommen werden, werden fit gemacht für den Einsatz als Multiplikatoren der Suchtvorbeugung an ihrer eigenen Schule.

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Mit Unterstützung der Stiftung der Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen finden auch in diesem Jahr wieder fünf Schülermultiplikationsseminare statt, an denen Schüler der Klassenstufe 7 und 8 aus 24 Schulen des gesamten Landkreises teilnehmen.

Die Seminare finden regional aufgeteilt für die Bereiche Esslingen, Kirchheim, Nürtingen und Fildern statt. Das leicht zugängliche Angebot an Suchtmitteln ist heute für viele Jugendliche eine große Verführung nach dem Motto: "Raus aus den Sorgen, hinein in Entspannung, gute Stimmung und Spaß." Der Konsum illegaler und legaler Suchtmittel ist Bestandteil der heutigen Jugendkultur. Große Risikofreudigkeit, die Suche nach Kontakt und Gemeinschaft, aber auch Angst vor einer ungewissen Zukunft, lässt viele Jugendliche Suchtmittel, insbesondere Alkohol und Zigaretten, konsumieren und mit illegalen Drogen, wie Cannabis, experimentieren.

Hinter dem Konsum steckt oft die Suche nach sinnvollen Möglichkeiten für das eigene Leben und nach Strategien, mit Langeweile, Frust und Problemen umzugehen. Sucht hat mit Wünschen und Träumen zu tun, aber auch mit ganz realen, oftmals belastenden und verunsichernden Anforderungen des Alltags, in der Familie, in der Schule und in der Freizeit.

Wenn die Schülermultiplikatoren zurück in der Schule sind, haben sie die Aufgabe, Ideen zu entwickeln, wie sie mit der eigenen Klasse oder jüngeren Mitschülern das Thema "Sucht und Suchtvorbeugung" ansprechen können. Sie behandeln beispielsweise die Frage, wie man gut drauf und "in" sein kann, ohne zu konsumieren. Die Fachleute aus den Jugend- und Drogenberatungsstellen und Jugendhäusern haben den Jugendlichen im Seminar-Programm hierfür einige Ideen an die Hand gegeben.

MultiplikatorenViele Schulen haben die Schülermultiplikatoren bereits fest in ihr Schulkonzept integriert. Neu ausgebildete "Multis" und "alte Hasen" planen und organisieren gemeinsam in Arbeitsgruppen suchtvorbeugende Aktivitäten "von Jugendlichen für Jugendliche" und werden von ihren Suchtpräventionslehrern unterstützt. Weitere Informationen gibt es bei Christiane Heinze von der Koordination Suchtprophylaxe im Landratsamt Esslingen unter der Telefonnummer 0 70 21/9 70 43 28, oder per E-Mail, heinze@drogenberatung-kirchheim.de.

pm