Lokales

Informative Umwelterziehung auf Schusters Rappen

Auch das fünfte Junior-Ranger-Camp, ein Gemeinschaftsprodukt der Unteren Naturschutzbehörde und des Naturschutzzentrums Schopf- locher Alb, war wieder ein Erfolg. Für neun Jugendliche im Alter zwischen 12 und 16 Jahren stand dieses Mal eine zweitägige Albwanderung im Mittelpunkt.

LENNINGEN Ausgangspunkt war die Gemeinde Schlat im Landkreis Göppingen. Ziel des ersten Tages und Bleibe für die Nacht war das Boßlerhaus. Vor der offiziellen Bettruhe gegen 22.30 Uhr stand noch eine Abendexkursion auf dem Programm, bei der Albranger Manfred Hiller nach der Theorie im Saale einen eindrucksvollen nächtlichen Sternenhimmel erläutern konnte.

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Getreu dem Ausspruch "wer rastet, der rostet" begann der Tag morgens um 7 Uhr, noch vor dem Frühstück, mit einer stimmungsvollen Morgenwanderung, die Wolfgang Lissak vom Naturschutzzentrum führte und hierbei einen Einblick in die Vogelkunde gab. Gegen 9 Uhr ging es dann ausreichend gestärkt auf die zweite Tagesetappe mit Ziel im Naturschutzzentrum Schopflocher Alb.

"Uns ging es bei dieser Wanderung nicht darum, jede Menge Kilometer abzuhaken, sondern Wissenswertes über die Pflanzen und Tiere am Rande des Weges zu vermitteln", berichtet Regina Rosenstiel von der unteren Naturschutzbehörde, die Mitorganisatorin des Camps ist. Sie war auch des Lobes voll über die gesamte Gruppe, in der alle anstehenden Arbeiten ohne vorhergehende Einteilung von allen übernommen wurden. Neben den Pflanzen standen auf dem Marsch längs des Alb-traufs auch die Tierwelt im Mittelpunkt der Erläuterungen von Albranger Martin Ginger, der hierzu jede Gelegenheit nutzte. Raben, Kolkraben, Sperber und Mäusebussarde stellten sich für den Anschauungsunterricht zur Verfügung. Eine Rarität war ein Gewölle, die Überreste einer Schleiereule, die vermutlich von einem Uhu geschlagen wurde. Da sechs Jugendliche bereits bei früheren Camps dabei waren, konnten sie ihre Kenntnisse im Umgang mit Karte und Kompass wieder trainieren. Auch das Spielerische kam nicht zu kurz. Am Bahnhöfle meisterten die Junior-Ranger eine Aufgabe aus dem Manager-Team-Training. Mit verbundenen Augen war mit Hilfe eines für die gesamte Distanz zu kurzen Seils von der gesamten Gruppe ein weiter entferntes Ziel anzulaufen. Neben vielen Erinnerungen konnten zwei Jugendliche auch Blasen an den Füßen mit heim nehmen.

Für Matthias Berg, stellvertretender Landrat und Umweltdezernent, hat diese hautnahe Form der Umwelterziehung einen hohen Wert. "Ich denke, dass wir auch hier durch die Verwaltungsstrukturreform unseren Kindern und Jugendlichen weitere und noch bessere Angebote machen können. Da die Landwirtschaftsverwaltung und auch der Forst mit ihrer Öffentlichkeitsarbeit Vergleichbares tun, bietet es sich geradezu an, hier gemeinsame Sache zu machen".

hpe