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Vor Ort informierten sich Mitglieder der Kreistagsfraktion der Freien Wähler bei der Arbeitsgemeinschaft Jobcenter Landkreis Esslingen über die aktuellen Entwicklungen und Probleme der Hilfesuchenden.

KREIS ESSLINGEN Die ARGE betreut etwa 11 000 Bedarfsgemeinschaften, die Leistungen nach SGB II erhalten. Allein der Landkreis Esslingen wird im Jahr 2007 für die Betreuung dieses Personenkreises knapp 35 Millionen Euro aufwenden. Weitere Gelder kommen von der Bundesagentur für Arbeit. In einem ausführlichen Gespräch standen die Geschäftsführerin der ARGE, Karin Käppel sowie die stellvertretende Leiterin, Christine Fischer, Rede und Antwort.

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Der Sprecher der Freien Wähler im Sozialausschuss, Frank Buß aus Kohlberg, betonte, dass die Zusammenführung von Arbeitslosengeld und Sozialhilfe die richtige Entscheidung gewesen sei, trotz zahlreicher Detailprobleme. Für eine nachhaltige Verbesserung seien jedoch freie Arbeitsstellen notwendig, um die Menschen in Arbeit zu vermitteln. Ohne Entspannung am Arbeitsmarkt könnten die sozialen Sicherungssysteme langfristig nicht finanziert werden.

Fraktionsvorsitzender Alfred Bachofer sprach die Verpflichtung des Bundes an, die Landkreise angesichts der explosionsartig gestiegenen Kosten zu entlasten. Bisher seien Zusagen bei weitem nicht eingelöst. Auf die besondere Problematik der Arbeitslosen unter 25 Jahren wies der Sprecher im Schulausschuss, Hans Weil, hin. Ohne Ausbildung sänken die Chancen der Jugendlichen erheblich. Deshalb wollen sich die Freien Wähler diesem Thema widmen. "Es gibt zahlreiche Angebote für Jugendliche, von den Berufsschulen, der Jugendhilfe und der ARGE die Vernetzung erscheint uns jedoch verbesserungsfähig", so Weil.

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