Lokales

Inhofer unterstützt Kinderhospizdienst

Ein eindrucksvolles Firmenjubiläum wird mit einer großzügigen Spendenaktion verknüpft: Insgesamt 75 000 Euro spendet die Firma Möbel Inhofer anlässlich ihres 75-jährigen Bestehens für soziale Zwecke. Im Landkreis Esslingen darf sich der Kinderhospizdienst Kirchheim über 7500 Euro freuen.

IRENE STRIFLER

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SENDEN / KIRCHHEIM Dieser Tage feiert Möbel Inhofer aus Senden bei Ulm das 75-jährige Firmenbestehen. Der einstige Zwei-Mann-Betrieb ist mittlerweile auf ein Imperium mit mehr als 1000 Mitarbeitern und mehreren Standbeinen angewachsen.

Das Familienunternehmen, dessen Wurzeln im Sendener Ortsteil Witzighausen liegen, ist regional stark eingebunden und unterstützt anlässlich des großen Jubiläums soziale Einrichtungen in der Region. "Wir haben beschlossen, insgesamt 75 000 Euro zu spenden", erzählt Edgar Inhofer. Einzige Bedingung: Das Geld soll vor Ort verwendet werden. Gemeinsam mit ihren ortskundigen Medienpartnern machte sich die Unternehmerfamilie daher auf die Suche nach sinnvoller Verwendung der stattlichen Summe.

In Kirchheim darf sich nun der Kinderhospizdienst über eine Finanzspritze in Höhe von 7500 Euro freuen. Georg Hug, der den Kinderhospizdienst, ein Kooperationsprojekt der katholischen Gesamtkirchengemeinde und des Malteser Hilfsdienstes, gemeinsam mit Bernhard Bayer vertritt, nahm den außergewöhnlichen Scheck gestern in Empfang. Das Geld findet gezielt verwendung beispielsweise für die neu eingerichteten Palliativ-Care-Fortbildungen, die speziell auf Kinderversorgung ausgelegt sind. Fachkräfte werden dabei im Rahmen einer vierwöchigen Weiterbildung in der ganzheitlichen Betreuung für Patienten im fortgeschrittenen Stadium einer unheilbaren Erkrankung geschult. Der erste Kurs findet im Herbst statt. "Der Bedarf ist so groß, dass wir schon einen weiteren Kurs im Frühjahr ausgeschrieben haben", berichtete Georg Hug.

Der Kinderhospizdienst in Kirchheim war die zweite Einrichtung dieser Art in ganz Deutschland. Die Idee, Familien mit schwer kranken Kindern zu begleiten, entstand im Jahr 1999. Seit dem Jahr 2000 gibt es den Kinderhospizdienst als festes Angebot in Kirchheim. Mittlerweile besteht das Team aus 33 Ehrenamtlichen 32 Frauen und ein Mann. Sie begleiten pro Jahr etwa 10 bis 15 Familien. Dabei kümmern sie sich nicht nur um die erkrankten Kinder, sondern auch um die Geschwister. "Sie müssen oft einfach funktionieren", erläuterte Georg Hug, dass diese Jungen und Mädchen oft mit wenig Aufmerksamkeit auskommen müssen.

Familie Inhofer zeigte sich angesichts der geschilderten Arbeit des Kinderhospizdienstes überzeugt, ihr Geld in Kirchheim in den richtigen Händen zu wissen.

Das Sendener Möbelhaus vergibt weitere neun mal Spenden in gleicher Höhe an soziale Einrichtungen in verschiedenen Orten aus seinem Einzugsgebiet. Neben dem sozialen Engagement wird aber auch das Feiern großgeschrieben. Zurzeit gibt es täglich ein umfangreiches Sommerprogramm mit Jahrmarkt und Zirkus. Eine Ausnahme bildet allerdings der kommende Dienstag, da bleibt alles zu. Grund sind nicht etwa ausufernde Jubiläumsfeierlichkeiten, sondern die Tatsache, dass Senden auf bayrischem Gebiet liegt, und in Bayern ist an Mariä Himmelfahrt nun mal Feiertag.