Lokales

Interessante Entdeckungsreise durch das "Schlaraffenland für Insekten"

KIRCHHEIM Gelegenheit, das Kirchheimer Kompostwerk zu besuchen, hatten Schülerinnen und Schüler der vierten Klasse der Grundschule Neidlingen. Im Rahmen des Projekts "Zeitung in der Grundschule" konnten sie sich dort umsehen und viele Fragen stellen.

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Ute Bertsch, die die Führung leitete, sagte, dass wir immer auf die Bagger achten müssen, um nicht überfahren zu werden. Da die vielen Metallstückchen, die im Kompostwerk ankommen, uns auf die Köpfe fallen könnten, mussten wir Helme tragen.

Im Anlieferungsbereich stank es ziemlich, aber dort kommt ja auch der Biomüll aus verschiedenen Landkreisen an. Müll, der falsch in den Kompost geworfen wird, muss hier von Hand aussortiert werden. Ab und zu können auch interessante Dinge im Müll entdeckt werden, wie Geld oder Schmuckstücke.

Wenn der Müll getrennt ist, kommt er in die Rottehalle. Sie ist ein Schlaraffenland aber nur für Insekten . . . Irgend ein Held aus unserer Klasse wollte die Führung zu etwas ganz besonderem machen und drückte kurz auf den Alarmknopf. Das war ziemlich laut und alle hatten viel Spaß außer Ute Bertsch, die den Alarm wieder abstellen musste.

Anika: Kommen auch falsche Dinge im Kompostwerk an?

Ute Bertsch: Ja. Es gibt leider Menschen, die es nicht interessiert, ob sie etwas Falsches hineinwerfen.

Lena: Kommt der Inhalt unserer Biotonne in das Kompostwerk?

Ute Bertsch: Ja. Alle aus dem Landkreis Esslingen, Böblingen und Stuttgart.

Florian: Wie viele Tonnen Müll kommen pro Tag?

Ute Bertsch: Es kommen hier 200 bis 250 Tonnen pro Tag an.

Johannes: Warum wird der Kompost so schnell zu Erde?

Ute Bertsch: Weil der Kompost im Kompostwerk wärmer ist.

Alina: Wie viel Erde wird aus dem Kompost hergestellt?

Ute Bertsch: Aus 56 Tonnen werden 22 Tonnen Erde.

Milena: Wird im Kompostwerk auch sortiert?

Ute Bertsch: Ja, es werden Tüten, Metall und sonstiger Müll aussortiert.

Manuel: Wie viele Leute arbeiten hier?

Ute Bertsch: Im Kompostwerk Kirchheim arbeiten etwa 20 Leute.

Lukas: Wie viele Arbeitsgänge durchläuft der Abfall bis er fertiger Kompost ist?

Ute Bertsch: Der Biomüll durchläuft mindestens drei bis acht Mal das Kompostwerk, bis er in die Rottehalle kommt.

Daniel: Wie entstand das Kompostwerk?

Ute Bertsch: 1995 wurde es gebaut und 1996 in Betrieb genommen.

Stefan: Sind beim Kompostieren auch Maschinen im Einsatz?

Ute Bertsch: Ja, zum Beispiel ein Elektromagnet, eine Siebtrommel, ein Schaufelrad und ein Fließband.

Oguzhan: Was ist eigentlich Kompost?

Ute Bertsch: Kompost ist verrotteter Biomüll.

Georg: Werfen die Leute viel falschen Abfall in den Kompost?

Ute Bertsch: Ja, im Jahr sind es etwa 14 bis 19 Tonnen Metall.

Nico: Wie lange muss der Kompost lagern, bis er zu neuer Erde wird?

Ute Bertsch: Etwa sechs bis sieben Wochen lang.

Marc: Funktioniert das Kirchheimer Kompostwerk automatisch?

Ute Bertsch: Es funktioniert automatisch, wird aber zusätzlich auch von Arbeitern gesteuert.

Simon: Wie viele Tonnen werden hier pro Jahr angeliefert?

Ute Bertsch: Es werden jährlich rund 60 000 Tonnen angeliefert.

Ertugrul: Was für Tiere machen Kompost?

Ute Bertsch: Tausendfüßler, Regenwürmer, Spinnen, Schnecken, Asseln, Ratten und Mäuse.

Yannik: Was passiert eigentlich mit dem Kompost?

Ute Bertsch: Daraus wird Erde.

Melis: Warum gibt es eigentlich Kompostwerke?

Ute Bertsch: Damit der Biomüll zu Dünger wird und damit Pflanzen gedüngt werden können.

Rabia: Warum stinkt der Kompost?

Ute Bertsch: Wenn etwas nicht stimmt oder etwas Falsches drin ist, weil er keine Luft bekommt oder zu viel Wasser vorhanden ist.

Alexandra: Wofür wird Kompost verwendet?

Ute Bertsch: Um Pflanzen zu düngen.

Amelie: Was machen Sie den ganzen Tag?

Ute Bertsch: Im Büro sitzen, Führungen machen und vielleicht auch einmal Anrufern erklären, warum ausgerechnet ihre Mülltonne einmal nicht geleert wurde . . .

4. Klasse, Grundschule Neidlingen