Lokales

"Investition an Rechnung zu spüren"

Die Arbeiten für den Hochbehälter mit Landeswasser-Anschlussleitung vergab der Notzinger Gemeinderat während seiner jüngsten Sitzung. Die reinen Baukosten belaufen sich brutto auf rund 620 000 Euro.

IRIS HÄFNER

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NOTZINGEN Die Planer der WAVE gingen in ihrer ersten Kostenschätzung mit zuwendungsfähigen Aufwendungen von 716 000 Euro aus, weshalb ein Zuschuss von 427 000 Euro beantragt wurde. "Uns war klar, dass mit Zuschüssen in dieser Höhe nicht zu rechnen war", erklärte Notzingens Bürgermeister Flogaus. Die Bodenbachgemeinde ging davon aus, dass das Land den Hochbehälter bezuschusst und nicht die Leitung. Tatsächlich war es jedoch gerade umgekehrt. "Wir haben dann das Gesundheitsamt gebeten, in Anbetracht der Schwierigkeiten mit dem Rohwasser in Welllingen ein gutes Wort beim Land für uns einzulegen. Dies lehnte die Behörde jedoch ab", beschrieb Jochen Flogaus die Situation. Umso mehr hob er das Engagement der WAVE hervor, die das Kunststück geschafft hat, dass sich das Land zumindest an einem Teil des Hochbehälters beteiligt. Der Zuschuss beträgt nun knapp 175 000 Euro, was knapp 57 Prozent der zuwendungsfähigen Aufwendungen entspricht.

"Diese Investition wird jeder in Notzingen an der Wasserrechnung spüren. Das war jedoch von vornherein klar", so der Schultes. Insgesamt belaufen sich die Kosten für den Hochbehälter in Wellingen und die Anschlussleitung, die durch das Hohenreisach vom Wasserturm herführt, auf knapp 623 000 Euro brutto. Da die Gemeinde in diesem Fall jedoch vorsteuerberechtig ist, wird das Gemeindesäckel lediglich mit rund 537 000 Euro belastet.

Den größten Batzen verschlingen die Rohbauarbeiten, sie schlagen netto mit knapp 200 000 Euro zu Buche, dicht gefolgt vom Tiefbau mit seinen Pflug- und Wasserleitungsbauarbeiten in Höhe von rund 170 000 Euro. Klempner-, Maler-, Fliesen-, Dachdeckungs- und Zimmerarbeiten wurden in einzelnen Gewerken ausgeschrieben und belaufen sich insgesamt auf knapp 26 000 Euro. Rund den gleichen Betrag kosten die Metallbauarbeiten. Die Kosten für die Elektronik samt Steuerung und Messtechnik schlagen mit rund 46 000 Euro zu Buche und die verfahrenstechnische Ausrüstung mit rund 64 000 Euro.

Schon im Juli soll mit den Arbeiten begonnen werden und die WAVE hofft, dass im Juni 2006 der Hochbehälter in Betrieb genommen werden kann. Damit läuft die Bodenbachgemeinde auch nicht Gefahr, nicht in den Genuss der Fördermittel zu kommen. Eine Auflage besagt, dass spätestens bis zum 1. Oktober dieses Jahres mit den Bauarbeiten zu beginnen ist.