Lokales

Islamisten in Deutschland

Am Dienstag, 31. Mai, findet um 19.30 Uhr im katholischen Gemeindehaus, Bürgerstraße 4, in Wendlingen eine Podiumsveranstaltung mit dem Journalisten und Buchautor Udo Ulfkotte und Innenminister Heribert Rech statt. Thema des Abends sind Islamisten in Deutschland

WENDLINGEN Der Arbeitskreis Polizei der CDU-Landesverband Baden-Württemberg, der CDU-Stadtverband Wendlingen und der Evangelische Arbeitskreis der CDU/CSU laden zur Vortrags- und Diskussionsveranstaltung mit dem Journalisten und Buchautor Udo Ulfkotte und dem Innenminister von Baden-Württemberg und Vorsitzenden der Innenministerkonferenz in Deutschland, Heribert Rech, ein.

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Der Journalist und Buchautor Udo Ulfkotte hat in den vergangenen Jahren mit seinen Büchern "Krieg in unseren Städten. Wie radikale Islamisten Deutschland unterwandern" und "Grenzenlos kriminell" auf die Gefahren, die Deutschland durch islamistische Gruppierungen und durch die organisierte Kriminalität aus osteuropäischen Ländern drohen, hingewiesen. Udo Ulfkotte und Innenminister Heribert Rech referieren an dem Abend zu dem Thema "Innere Sicherheit wodurch wird sie heute besonders bedroht". Anschließend wird die Möglichkeit zur Diskussion mit den Referenten bestehen. Auf dem Podium werden zudem der CDU-Landtagsabgeordnete Karl Zimmermann und der Vorsitzende des Arbeitskreises Polizei der CDU Bezirk Nordwürttemberg, Gerhard Freisleben, teilnehmen.

Udo Ulfkotte ist Redakteur der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" und hat einen Lehrauftrag als Dozent über Sicherheitsfragen an der Universität Lüneburg. Der Buchautor deckte in seinem Buch auf, dass es in Deutschland ein Netz von islamistischen Zirkeln, Vereinen und Moscheen gibt, die zum Teil nebeneinander her, zum Teil gemeinsam ihre Aktivitäten durchführen. Udo Ulfkotte recherchierte in seinem Buch zudem, dass es wesentlich stärkere Verbindungen zwischen vielen traditionellen etablierten Moscheen und islamischen Vereinen zu radikalen islamistischen Gruppierungen gibt als es nach außen den Augenschein hat. So wies er mit seinen Recherchen nach, dass die Islamische Gemeinschaft Berlin (IGB), die sich in Berlin vor Gericht das Recht erstritten hat, einen staatlich finanzierten Religionsunterricht durchzuführen, dem Netzwerk von Milli Görüs angehört, einer islamistisch türkischen Gruppierung, die unter anderem für die Aufrichtung des Kalifenstaats eintritt und vom Verfassungsschutz beobachtet wird. Der Autor und Journalist wurde darauf von der Islamischen Gemeinschaft Berlin mit einer Klage überzogen. Der Druck der zweiten Auflage wurde durch die IGB verboten und auch ein Verbot des Verkaufs der bereits ausgelieferten Exemplare, die an Buchhandlungen ausgeliefert waren, untersagt.

In der zweiten Instanz gelang es dem Autor und dem Verlag vor Gericht, die Auslieferung des Buches wieder zu ermöglichen. Der Fall Udo Ulfkotte ist einer der interessantesten Fälle der Einschränkung der Pressefreiheit, der freien schriftstellerischen und journalistischen Tätigkeit durch islamische beziehungsweise ideologische Extremisten. Der Journalist stand zeitweise sogar unter Polizeischutz.

pm