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Ist Schadenfreudedie schönste Freude? ...

Ist Schadenfreudedie schönste Freude?

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Zum Artikel "Krötenschleim und Karateshow" im Teckboten vom 7. Januar: Mal ganz ehrlich sehnt sich nicht fast jeder danach, etwas ganz Besonderes zu sein, im Mittelpunkt zu stehen, in der Öffentlichkeit etwas darzustellen und die Aufmerksamkeit anderer auf sich zu ziehen, mit anderen etwas auf die Beine zu stellen und Gemeinschaft zu haben, Spaß zu haben? Die "Deifel" gaben sich diesbezüglich viel Mühe, setzten ihre Ideen um und ihre Zeit und Kraft ein, haben auch bestimmt viel geübt, um instrumental aufzutreten. Nur: Muss man sich unbedingt zum Narren machen, oder gar zum Teufel? Ist Schadenfreude die schönste Freude? Die Frage nach der Bedeutung "Klosterdeifel" wurde mir wie folgt beantwortet: "Der Teufel hätte die Nonnen verführt, und diesen hätte das gefallen." Unklar ist mir jedoch, ob sich das Publikum des Geschehens am 6. Januar auf dem Marktplatz darüber im klaren ist, dass sie ebenso Verführte sind, wenn sie sich dazu verleiten lassen, den Namen Satans auszurufen, wie dies der Fall war. Die Deifel riefen drei Mal "Nonnen", worauf die Menge mit einem dreifachen "Teufel" antworten sollte und dies auch tat.

Ich wage, den Fratzen und Teufelsmasken eine lohnende Alternative entgegenzustellen: Statt "kotzen zu müssen", wie es die "Deifel" ihren Täuflingen wünschten, bietet Jesus tägliches Brot, das nie verdirbt, an, denn er sagt von sich: "Ich bin das Brot des Lebens". "Wer das Wasser trinkt, das ich ihm geben werde den wird nie mehr dürsten." Jesus bietet uns "vollkommene Freude", "Leben und volle Genüge", "Frieden, der den Verstand übersteigt". Heilsangebot Gottes an alle: "Auf, ihr Durstigen, alle, kommt zum Wasser! Und die ihr kein Geld habt, kommt, kauft und esst! Ja, kommt, kauft ohne Geld und ohne Kaufpreis Wein und Milch! Warum wiegt ihr Geld ab für das, was kein Brot ist, und euren Verdienst für das, was nicht sättigt? Hört doch auf mich, und esst das Gute, und eure Seele labe sich am Fetten! Neigt euer Ohr und kommt zu mir! Hört, und eure Seele wird leben!"(Jesaja 55, 1-3) Also Sie haben nun die Wahl: Krötenschleim und Ochsenaugen oder kostenlos Wein und Milch? Karin Essig Kirchheim, Tübinger Straße

Die Sensationslustder Fernsehzuschauer

Zum Artikel "Wie Kindern die Katastrophe erklären?" im Teckboten vom 8. Januar:In dem Artikel wird geschrieben: "Auch Kinder sitzen vor dem Fernseher, wenn zerstörte Dörfer, verzweifelte Eltern oder Massengräber gezeigt werden". Ich finde es nicht selbstverständlich, dass Kinder Nachrichten sehen, worin menschenunwürdige Bilder gezeigt werden.

In erster Linie geht es bei diesen Bildern darum, dass einige Fotografen mit dem Leid von anderen Menschen Profit machen und mit der Sensationslust der Fernsehzuschauer. Man sollte mit den Kindern über das schlimme Unglück sprechen und altersgerecht erklären.

Eine Berichterstattung, wie zum Beispiel in Ihrer Zeitung, zeigt das Leid der Menschen in angemessener Weise. Menschenunwürdige Verfilmungen dagegen sollte man nicht anschauen. Birgit Schübelin Owen, Steingaustraße

Kinder helfen Kindern

Die Flutkatastrophe hat uns traurig gemacht und deshalb wollten wir helfen. Also haben wir am vergangenen Samstag auf dem Marktplatz Klarinette gespielt, um für die Kinder zu sammeln. Wir möchten uns bei den vielen Leuten, die gespendet haben, bedanken. So konnten wir 426 Euro an das Kinderhilfswerk UNICEF überweisen. Leonie Rapp (12 Jahre), Kirchheim Elisabeth Welz (13 Jahre), Kirchheim

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