Lokales

"Ja" zu Reservat

Aus der Stadt Weilheim gibt es ein eindeutiges "Ja" zum geplanten Biosphärengebiet Schwäbische Alb. Bereits im Dezember vergangenen Jahres hatte der Gemeinderat der Zähringerstadt sein Interesse bekundet, mit Limburg und Teilflächen des Albtraufs bei dem UNESCO-Projekt mit von der Partie zu sein. Das positive Signal bekräftige der Rat in jüngster Sitzung.

ANKE KIRSAMMER

Anzeige

WEILHEIM Der Kurs von Weilheims Bürgermeister Hermann Bauer war klar: "Wir sollten dabei sein". Die mit dem Reservat verbundenen Chancen schätzt er höher ein als eventuelle Nachteile. Zumal es nicht nur darum gehe, Natur zu erhalten, sondern auch darum, den Fremdenverkehr in der Region zu fördern. Der Verwaltungschef geht davon aus, dass Pflegetrupps unter dem Dach eines Biospärengebiets anders als bislang Geld für ihre Arbeit bekommen.

In Grundzügen ist der Verordnungsentwurf inzwischen erarbeitet, und eine Abgrenzung für das geplante Schutzgebiet liegt vor, in der die Forderungen von Weilheimer Seite berücksichtigt sind.

Nach ersten Berechnungen geht das Regierungspräsidium Tübingen als federführende Behörde von einem Gesamtaufwand von einer Million Euro für das Reservat aus. 70 Prozent der Kosten soll das Land übernehmen, 30 Prozent die betroffenen Landkreise. "Vorgesehen ist, dass der Landkreis bis zum Jahr 2011 den Aufwand für den Kreis Esslingen ohne Beteiligung der Gemeinden trägt", betonte Hermann Bauer in jüngster Gemeinderatssitzung. Aufgeschlossen zeigt sich die Weilheimer Verwaltung dem Projekt gegenüber auch deshalb, weil die in Hepsisau und Weilheim für das Biosphärengebiet vorgesehenen Flächen wie beispielsweise die Limburg ohnehin bereits Naturschutz- oder Landschaftsschutzgebiet sind.

Einstimmig befürwortete der Gemeinderat den Beschlussvorschlag der Verwaltung. Geknüpft ist der Einstieg in das Modellprojekt von Weilheimer Seite jedoch an die Bedingung, dass der Stadt auch nach dem Jahr 2011 keine finanziellen Verpflichtungen entstehen.