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Jeder einUNICEF-Botschafter?

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Zum Artikel "Drei Frauen von der Teck und ihr Einsatz für das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen 170 Quadratzentimeter Glück für Kinder" im Teckboten vom 22. Dezember:

Gleich zu Beginn der 70er-Jahre startete in der Vorweihnachtszeit die "Aktion UNICEF" an der Weilheimer Hauptschule. Zusammen mit einem kleinen Team wählte ich die Motivkarten aus, dann konnte der Verkauf in den einzelnen Klassen beginnen. Die Organisation erhielt so jedes Jahr um die 500 Mark.

Es tut gut, zu wissen, dass in Weilheim durch das persönliche Engagement von Frau Irmgard Jäck diese Unterstützung auf einer anderen Ebene fortgesetzt wird, und dass es wieder Kollegen gibt, die in ihren Klassen auf dieses so wichtige Hilfswerk aufmerksam machen.

Deutschland wirbt mit prominenten Botschaftern könnte nicht jeder von uns ein UNICEF-Botschafter sein?

Else Brengel

Weilheim, Rauberweg

Umdenken zurEigeninitiative

Zu den Artikeln "Das Leben mit Hartz IV" im Teckboten vom 27. Dezember.

Bei den sechs beschriebenen Schicksalen muss es sich nach meinen Erfahrungen um Ausnahmen handeln!

Seit zwei Jahren sind wir sehr erfolgreich am Aufbau eines Geschäftes tätig. Wir haben jetzt in zwei Jahren über 200 Arbeitsplätze geschaffen. Unser größtes Problem ist, weitere Arbeitsplätze zu besetzen!

Und es ist kaum zu glauben, Menschen, die einen Arbeitsplatz haben, fühlen sich für neue Chancen angesprochen, kommen zu uns arbeiten mit uns er-folg-reich am Aufbau unseres Geschäftes mit. Auf eine Anzeige in einer Tageszeitung, dass wir auf die Erfahrung 45- bis 55-Jähriger bauen, haben wir ganze zwei (!) Bewerbungen bekommen. Ist das nicht eine verkehrte Welt? Wir sind nach wie vor der Meinung, dass bei den meisten Menschen noch gar kein KBF (Kittelbrennfaktor) spürbar ist.

Immer wenn Altes geht, kommt Neues, das ist nicht nur im Herbst mit den Blättern der Bäume so, das ist auch jetzt mit den Formen der Wirtschaft, des Handels, der Industrie so. Umdenken zur Eigeninitiative ist gefragt. Die meisten suchen immer noch den Grund, warum "es" nicht geht. Besser ist, vorwärts zu schauen, wie es geht!

Voll motiviert und sonnig in die Zukunft schauend,

Reinhard Müller

Wendlingen, Kirchheimer Straße

Wo bleibt der Aufschrei der Gutmenschen?

Zu den Leserbriefen "Wer in trockenen Tüchern sitzt, hat gut reden" und "Die Partei verliert die Gefolgschaft der Besten" im Teckboten vom 27. Dezember 2005

Es ist unstrittig, dass Menschen, die in ihrem Heimatland politisch verfolgt werden, bei uns Zuflucht finden sollen. Doch diesen Flüchtlingen muss auch klar sein, dass sie nach dem Wegfall der Fluchtgründe in ihre Heimat zurückkehren müssen. Bis es so weit ist, können oftmals mehrere Jahre vergehen.

In fast jedem Einzelfall finden sich Gutmenschen, die mit mehr oder weniger guten Gründen und dem Druck auf die Tränendrüse erreichen wollen, dass die Flüchtlinge ein dauerhaftes Bleiberecht erhalten. Das Ergebnis dieser Bemühungen war in den meisten Fällen eine unkontrollierte Zuwanderung in unsere Sozialsysteme. Dabei kostet nach Berechnungen des baden-württembergischen Innenministeriums schon eine Flüchtlingsfamilie bis zu ihrer Abschiebung zwischen 300 000 und 800 000 Euro. Deshalb sollten sich Flüchtlingshilfsorganisationen und Gutmenschen vor allem für die rasche Verbesserung der Verhältnisse in den Herkunftsländern der Flüchtlinge einsetzen, anstatt für sie ein dauerhaftes Bleiberecht in Deutschland zu fordern. Zudem sollte bei dieser Forderung auch die Lage unserer Staatsfinanzen und unserer sozialen Sicherungssysteme berücksichtigt werden: Menschen, die mehr als 40 Jahre gearbeitet haben, müssen reale Rentenkürzungen hinnehmen, den Sozialversicherten werden immer weniger Leistungen bei höheren Kosten zugemutet. Die Staatsverschuldung liegt bei unfassbaren 1,5 Billionen Euro und jede Sekunde kommen weitere 1 700 Euro hinzu. Die Zinslasten und Sozialausgaben schränken den Spielraum für Investitionen in Bildung und Infrastruktur immer weiter ein und stellen eine schwere Hypothek für zukünftige Generationen dar. Die Ursachen für die Krise der Sozialsysteme und der Staatsfinanzen sind überwiegend struktureller Natur. Doch es kann kein Zweifel darin bestehen, dass durch die bisher unkontrollierte Zuwanderung die Krise der öffentlichen Haushalte verschärft wurde, da überwiegend Leistungsempfänger zugewandert sind. Wo bleibt hier der Aufschrei der Gutmenschen?

Thilo Rose

Kirchheim, In der Warth

Die Redaktion nimmt eine sachliche Leserzuschrift, die sich auf eine Veröffentlichung in unserer Zeitung bezieht, gerne entgegen. Sie übernimmt dafür aber nur die presserechtliche Verantwortung und behält sich in jedem Fall Kürzungen vor. Leider können handschriftliche Manuskripte nicht berücksichtigt werden. Anonyme Briefe werden nicht veröffentlicht.