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Jesingen und SGEH: Besinnung auf eigene Kräfte

Zumindest für die SGEH und den TSV Jesingen wird der letzte Bezirksliga-Spieltag verdammt spannend. Beide stecken noch gehörig in Relegations-Nöten, können sich aber jeweils aus eigener Kraft retten oder auf den TSV Notzingen bauen.

EBERHARD EINSELEN

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KIRCHHEIM Der TSV Jesingen, momentan drei Punkte vom Relegationsplatz 14 entfernt, erwartet in den heimischen Lehenäckern die SF Wernau just die Mannschaft, die auf dem Relegationsplatz steht. Jesingens Coach Klaus Müller: "Wir sind uns der Situation bewusst, haben es aber selber in der Hand und haben zumindest die bessere Ausgangsposition." Tatsächlich könnte sich die Mannschaft um Spielführer Viktor Oster sogar eine Niederlage mit einem Tor Unterschied leisten. Aber auch Ulrich Dagott, der Spielleiter der Wernauer, ist optimistisch: "Wir können es mit einem Sieg in Jesingen aus eigener Kraft noch schaffen und wollen daher das Spiel auch unbedingt gewinnen."

Die SGEH (zwei Punkte vor Wernau) erwartet im heimischen Hardtwaldstadion den FC Nürtingen. Interims-Abteilungsleiter Frank Zintgraf: "Mir wäre es am liebsten, wenn wir den noch notwendigen Punkt selber holen. Wir wollen es aus eigener Kraft schaffen." Das Trainer-Duo Danell Stumppe und Michael Pflüger hat keine Personalprobleme. Gegner FC Nürtingen ist seit 18 Spielen ungeschlagen. Zuletzt verlor der "Vize" am 25. Oktober vergangenen Jahres mit 2:3 gegen den TSV Jesingen. Auswärts hat der Aufsteiger überhaupt noch kein einziges Spiel verloren. An die Meisterschaft glaubt Spielleiter Uli Eberle bei drei Punkten Rückstand auf Dürnau und einer um acht Tore schlechteren Trefferquote nicht mehr: "Das ist nicht mehr aufzuholen." Am Mittwoch standen sich übrigens beide Teams im Halbfinale um den Bezirkspokal gegenüber: Wenigstens da konnten die Nürtinger dem GSV ein Bein stellen, setzten sich mit 2:1 durch und stehen nun erstmals im Finale.

Der TSV Notzingen verabschiedet sich mit dem Heimspiel gegen den TSV Grötzingen aus der Saison. Ein Kick mit Brisanz, denn: Gewännen die Notzinger gegen die von der Relegation bedrohten Grötzinger, könnten sich sowohl die SGEH als auch der TSV Jesingen in ihren Spielen jeweils eine Niederlage leisten. Dies gilt auch bei einem Notzinger Remis. TSVN-Spielertrainer Stefan Haußmann: "Wir wollen unseren Zuschauern noch mal was bieten. Wir haben ganz klar drei Punkte im Visier." Haußmann, seit vier Jahren in Notzingen, hat die Planungen für die neue Saison bereits so gut wie abgeschlossen. Dabei hat der ehemalige VfL-Kicker immer ein Auge auf junge Spieler. Auch die Nachwuchsarbeit in Notzingen war in den letzten Jahren ziemlich erfolgreich. Mit den Schäfer-Zwillingen Ingo und Fabian, sowie Patrick Brucker, Peter Schenk und Alexander Ruff haben fünf Eigengewächse den Sprung in den Bezirksliga-Kader geschafft.

Der GSV Dürnau erwartet im letzten Heimspiel den TSV Wolfschlugen. Schon allein deshalb, weil die "Hexenbanner" in dieser Saison arg vom Verletzungspech verfolgt wurde, dürfte es für den Tabellenführer kein Problem sein, den noch fehlenden Punkt zum direkten Aufstieg in die Landesliga im heimischen Kornbergstadion zu holen. Der TSuGV Großbettlingen ist zu Gast bei Absteiger ASV Eislingen. Trotz Kunstrasen sollte die Mannschaft von Spielertrainer Claus Maier stark genug sein, um die Punkte mit auf den Staufenbühl zu nehmen und so den dritten Platz zu sichern. Der TSG Zell hat eine tolle Saison hinter sich. Der Klassenerhalt ist für Trainer Axel Maier eine grandiose Leistung. An der Hohenstaufenstraße beim SV Göppingen können die Zeller völlig befreit aufspielen.