Lokales

Jetzt sind die Bürger gefragt

Auf großes Interesse in der Bevölkerung ist die Beratung des städtebaulichen Vorentwurfs für das Baugebiet "Goldmorgen/Obere Straßenäcker" im Dettinger Gemeinderat gestoßen. Konkrete Ergebnisse gab es nicht zu verzeichnen. Die Ratsmitglieder wollten zunächst die Bürgeranhörung Anfang Juni abwarten.

ANDREAS VOLZDETTINGEN Bürgermeister Haußmann kündigte an, dass die öffentliche Informationsveranstaltung voraussichtlich am Dienstag, 7. Juni, im Feuerwehrschulungsraum stattfindet. Es gehe darum, das Gespräch mit Anwohnern, Grundstücksbesitzern und Bauplatzinteressenten zu suchen und deren Anregungen und Bedenken zu hören. Die Notwendigkeit, das Baugebiet voranzubringen, erklärte Haußmann mit der Altersstruktur: Dettingen sei mittlerweile was das Durchschnittsalter der Bevölkerung betrifft die "viertälteste" Kommune in der Region Stuttgart. Man müsse Bauplätze vorrätig haben, um Jüngere anzuziehen.

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In der Beratung über den städtebaulichen Vorentwurf zeichnete sich ab, dass die Dettinger Räte eher zur Variante B tendieren, die mehr freistehende Einzelhäuser vorsieht als Variante A. Bei den Mehrfamilienhäusern, die parallel zu Teckbahn und Bundesstraße vorgesehen sind, schien sich die Waagschale dafür in Richtung Variante A zu neigen. Drei statt zwei hieße dann die Devise.

Dass diese Häuser tatsächlich als Lärmschutz fungieren können, erläuterte Stadtplaner Peter Zoll auf Nachfrage: "Die Grundrisse müssen nach Westen ausgerichtet werden." Balkone erhalten die Mehrfamilienhäuser demnach an der Seite, die von der Straße und der Bahnlinie abgewandt ist. Auch die vorgesehene Straßenbreite der beiden Wohnwege links und rechts der Gutenberger Straße verteidigte der Stadtplaner als ausreichend. An anderen Orten seien solche Wege auch nicht breiter als 5,50 Meter, und da es sich um eine Schleife handle, könnten Müllfahrzeug, Getränkelaster oder Möbelwagen durchfahren, ohne wenden zu müssen.

Ein weiterer Punkt der Diskussion war die Spielplatzkonzeption obwohl sie nicht unmittelbar mit dem neuen Baugebiet zu tun hat. Das Wasser könnte am künftigen südlichen Ortsrand von Dettingen ein zentrales Element zum Spielen werden abgeleitet vom Mühlkanal in einem eigenen, seichten "Spielkanal". In diesem Fall käme die Idee vom Wasser als Spielmaterial im "Lautergarten" nicht mehr zum Zuge, auch wenn der Lautergarten nach wie vor Standort eines Spielplatzes sein soll. Für Bürgermeister Haußmann war es an dieser Stelle der Diskussion besonders wichtig, im Ort ein Spielangebot in Aussicht stellen zu können für Kinder, die dem Kleinkindalter entwachsen sind.

Bevor sich der Gemeinderat allerdings endgültig für ein städtebauliches Konzept entscheidet, sollen in vier Wochen die Bürger gehört werden, die vielleicht noch neue Aspekte in die Diskussion einbringen.