Lokales

Jugend und Parlament

Drei Tage lang übernahmen Michael Dürr und Christian Amann die Rolle eines Abgeordneten auf Einladung von Dr. Uschi Eid, grüne Bundestagsabgeordnete im Wahlkreis Nürtingen, und Rainer Arnold (SPD) bei einem politischen Planspiel des Deutschen Bundestages in Berlin.

WEILHEIM Rund 300 Jugendliche aus ganz Deutschland waren auf Einladung der Mitglieder des deutschen Bundestages zur parteiübergreifenden Veranstaltung "Jugend und Parlament" nach Berlin gekommen, um die Arbeitsweisen im Parlament kennen zu lernen. Ein kompletter Gesetzgebungsprozess wurde im dreitägigen Planspiel simuliert und verhalf den Teilnehmern zu politischen Erfahrungen aus erster Hand. Die Teilnehmer gründeten sich als kleiner "Bundestag", bildeten Fraktionen, setzten Ausschüsse ein und wählten die notwendigen Repräsentanten.

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In seiner Rolle als Mitglied des Umweltausschusses bereitete der zwanzigjährige Michael Dürr im Berliner Planspiel ein Gesetz zur Einführung eines Tempolimits vor. Höhepunkt des Planspiels bildete für alle Teilnehmer die von Bundestagspräsident Wolfgang Thierse geleitete Plenardebatte im Reichstagsgebäude. Am Rande des Planspiels gab es für die Teilnehmer die Möglichkeit zum Gespräch mit den einladenden Bundestagsabgeordneten. Fragen zur praktischen Organisation des politischen Arbeitsalltags in Berlin standen beim gemeinsamen Treffen mit den Wahlkreisabgeordneten Uschi Eid im Vordergrund. Ob er sich für die eigene Zukunft die Arbeit als Mandatsträger vorstellen könne, darauf wollte sich der Weilheimer, der seit kurzem Politikwissenschaft und Theologie in Leipzig studiert, noch nicht festlegen. Der Einblick in das "Handwerk der Politik" habe sein Interesse in jedem Fall verstärkt und keinesfalls gemindert.

Auf Einladung von Rainer Arnold nahm in diesem Jahr Christian Amann teil. Für den Schüler der 10. Klasse am Technischen Gymnasium in Kirchheim wurde die Arbeit des Parlaments im Planspiel sichtbar: Mit den anderen Teilnehmern wurde er einer der vier fiktiven Parteien zugeteilt. Arnold zeigte sich über das Interesse der Jugendlichen an politischen Fragen erfreut. Für Christian Amann waren es informative Tage: Er hat viel über die Arbeit der Abgeordneten gelernt, neue Leute getroffen und dabei auch noch Spaß gehabt.

pm