Lokales

"Jugendarbeit trägt zum Frieden in der Stadt bei"

Die gemeinwesensorientierte Offene Jugendarbeit der evangelischen Gesamtkirchengemeinde Kirchheim (GO-JEG) feierte ihr fünfjähriges Bestehen. GO-JEG bietet Jugendlichen in den verschiedenen Kirchheimer Stadtteilen Treffpunkte, Freizeitangebote und Cafes an.

KIRCHHEIM Die Feier wurde mit Ansprachen von Oberbürgermeisterin Angelika Matt-Heidecker, Dekan Hartmut Ellinger und Gemeindepfarrer Horst Gamerdinger eröffnet. Gemeindepfarrer Horst Gamerdinger, Hausherr des Evangelischen Gemeindehauses auf dem Schafhof, beschrieb die Notwendigkeit der Offenen Jugendarbeit. Zu den Aufgaben von GO-JEG gehören offene Jugendtreffs und -Cafes, die auf dem Schafhof, am Rambouilletplatz, in Ötlingen und Lindorf angeboten werden. Ziel ist es, dass Jugendliche an den Plätzen ernst genommen werden und sich wohl fühlen können. Das aktuellste Projekt der Jugendarbeit ist der im Juli eingeweihte Multifunktionsplatz für Skater, BMX- und Inlinefahrer in Ötlingen.

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Auf die Wichtigkeit der Offenen Jugendarbeit wies auch Angelika Matt-Heidecker hin: "Der Mensch braucht für eine positive Entwicklung seiner Persönlichkeit Zeit, Kontinuität, einen Rahmen, Zuspruch, Vertrauen, Begegnung, das Wissen um mitmenschliche Nähe Werte, die unsere heutige Gesellschaft nicht immer bietet." Genau da müssten Kinder und Jugendliche abgeholt werden. Jugendarbeit sei deshalb ein Muss.

Sie warf einen Blick zurück auf die Entstehungszeit von GO-JEG im Jahre 1997. Über eine Bedarfserhebung, die im Rahmen der städtischen Jugendhilfeplanung durchgeführt wurde, kristallisierte sich die Notwendigkeit nach weiteren Treffmöglichkeiten für Jugendliche heraus. Im Anschluss erfolgten Besprechungen mit unterschiedlichen Einrichtungen, woraus sich 1999 eine Konzeption der Evangelischen Gesamtkirchengemeinde entwickelte. Aus der Kooperation mit dem Landkreis Esslingen wurde die Personalstelle von Armin Carrle für die Offene Jugendarbeit geschaffen.

"Es ist aus meiner Sicht eine Besonderheit Kirchheims, dass eine sich ergänzende und gegenseitig befruchtende Jugendarbeit geleistet wird. Sie trägt wesentlich zum sozialen Frieden in unserer Stadt bei", sagte Oberbürgermeisterin Matt-Heidecker. Kinder und junge Menschen müssten im Fokus einer Gesellschaft stehen.

Dekan Hartmut Ellinger wies auf die Notwendigkeit der zu verstärkenden Vernetzung zwischen den einzelnen Jugendhilfe-Einrichtungen hin und lobte die Zusammenarbeit zwischen der Stadt Kirchheim, der Jugendhilfe-Einrichtungen und GO-JEG. Armin Carrle, Einrichtungsleiter von GO-JEG, bestätigte, dass die Vernetzung der verschiedenen Einrichtungen notwendig sei und versprach, seinen Teil beizutragen. Er wies jedoch darauf hin, dass für die Qualitätssicherung auch eine bessere Vernetzung auf verschiedenen Ebenen notwendig sei.

Darüber hinaus stellte er die Entwicklungen der Arbeit in den Stadtteilen Ötlingen, Schafhof, Lindorf und am Rambouilletplatz dar. Er betonte, dass diese Leistung nicht ohne die Unterstützung und Hilfe der vielen ehrenamtlichen Mitarbeiter an den verschiedenen Standorten möglich war. Das große ehrenamtliche Engagement bewiesen die verschiedenen Stände, die von den Ehrenamtlichen aus den einzelnen Stadtteilen angeboten wurden.

Der TSV Ötlingen sorgte für die nötige Spannung bei den Jugendlichen und dass nicht nur beim Bogenschießen, der CVJM und Ehrenamtliche sorgten für das leibliche Wohl der Gäste. Speziell für die Jugendlichen stand in den Abendstunden ein Konzert mit verschiedenen Rock- und Punk-Bands auf dem Programm: Die Nachwuchsgruppen "Stehplatz ermäßigt", "Süd-Apotheke" und "Oxydation" sorgten für den notwenigen Schwung, um das Fest auch für die Teenies attraktiv zu gestalten.

ac

INFOAm Samstag, 24. September, feiert die OMV-Tankstelle in der Jesingerstraße 50, in Kirchheim, ab 10 Uhr ihr Sommerfest. Ein großer Teil des Erlöses daraus fließt an GO-JEG.