Lokales

Jugendhaus aufneuen Wegen

Das Jugendzentrum Focus in Denkendorf beschreitet neue Wege: Es will den veränderten gesellschaftlichen Rahmenbedingungen sowie der Situation in Denkendorf Rechnung tragen und sich künftig stärker den Bereichen Bildung und Betreuung widmen.

DENKENDORF In Absprache mit dem Kreisjugendring Esslingen haben die hauptamtlichen Mitarbeiter des Focus, Jürgen Metzger und Frank Havlicek, eine konzeptionelle Fortschreibung ausgearbeitet. Neue Aufgaben sollen in den bestehenden Alltag so eingepasst werden, dass der offene Bereich und wichtige Programmangebote erhalten bleiben.

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Eine zentrale Rolle soll künftig der Bildung zukommen. Das Jugendhaus möchte Schlüsselqualifikationen wie soziale Kompetenz, Organisationsfähigkeit und Kreativität vermitteln, die bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz hilfreich sind. Diese Praxiserfahrungen können Jugendliche im Qualipass sammeln, eine Mappe zur Dokumentation von Engagement. Zudem sollen noch mehr Angebote entwickelt werden, die sich an dem ständig steigenden Bedarf nach Hilfeleistungen für Jugendliche beim Übergang von Schule ins Berufsleben orientieren.

Immer wichtiger wird die Kooperation zwischen Jugendhaus und Schule. Ziel ist es, die bestehende gute Zusammenarbeit vor Ort weiterzuentwickeln und neue Formen zu finden. Gemeinsam mit der Schule wird beispielsweise erörtet, wie bedarfsgerechte Betreuungsangebote aussehen können. Das Focus nimmt zudem an der Fortschreibung des Altenhilfeplans der Gemeinde teil, um Kooperationmöglichkeiten zwischen Alt und Jung auszuloten und den Dialog zu fördern. Schließlich wird die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund als wichtige Aufgabe angesehen. Das Jugendhaus soll stärker denn je ein Ort der friedlichen Begegnung verschiedener Kulturen sein, der Akzeptanz und Toleranz fördert. Angestrebt wird, durch gezielte Angebote für Migranten Barrieren abzubauen.

pm