Lokales

Jugendliche bringen Schwung in Prävention

Die von der Stiftung der Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen finanzierten Schülermultiplikatorenseminare tragen zu einer Stärkung der Suchtprävention im Landkreis Esslingen bei. Dieses Fazit zog Landrat Heinz Eininger bei einer Gesprächsrunde mit Fachleuten in der Kreissparkasse Esslingen, die traditionell vor Weihnachten ein soziales Projekt fördert.

KREIS ESSLINGEN Der KSK-Vorstandsvorsitzende Franz Scholz wies darauf hin, dass das erfolgreiche Schülermultiplikatorenmodell auch im kommenden Jahr mit 10 000 Euro unterstützt wird: "Wir haben diese wichtige Arbeit von Anfang an gefördert, weil es uns ein Anliegen ist, dass sie zielgerichtet und nachhaltig geleistet werden kann", sagte Scholz. Das Kreditinstitut setze seit Jahren Akzente in der Sucht- und Drogenprävention. Umso erfreulicher sei es, wenn die Aufklärungsarbeit Früchte trage, erklärte der Vorstandsvorsitzende.

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In den dreitägigen Seminaren im Jugendhaus Sankt Antonius in Wernau werden Schüler zu Multiplikatoren der Suchtvorbeugung ausgebildet, damit sie ihr Wissen an andere Jugendliche weitergeben können. Im vergangenen Jahr haben insgesamt 85 Schülerinnen und Schüler im Alter zwischen 12 und 15 Jahren aus über 20 Schulen an den Seminaren teilgenommen. Wie Elke Klös, Beauftragte für Suchtprophylaxe des Landkreises, erklärte, hat sich der Ansatz "Jugendliche lernen von Jugendlichen" auf gleicher Augenhöhe, mit gleicher Sprache und vergleichbarem Erlebnishintergrund bewährt.

"Jugendliche haben oft gute, kreative Ideen, viel Schwung und eine ganz andere Überzeugungskraft als Erwachsene", sagte Elke Klös. Projektkoordinatorin Christiane Heinze freute sich, dass das Interesse der Schulen an den Multiplikatorenseminaren wächst: "Einige Schulen haben das Schülermultiplikatorenseminar fest in ihr Schulkonzept aufgenommen. Es gibt eine große Nachfrage." Die Jugend- und Drogenberatung des Landkreises Esslingen bildet seit 1993 Schüler zu Multiplikatoren aus. Wie Landrat Heinz Eininger erläuterte, sind die Seminare für Schüler nur ein Baustein der Vorbeugungsarbeit im Landkreis: "Die Suchtprophylaxe ist bei uns ein breit angelegtes Netzwerk. Das beginnt schon im Kindergartenalter mit Elternabenden und Fortbildungen für Erzieherinnen", betonte Heinz Eininger. Die kreisweite Suchtprophylaxe umfasse auch Aufklärung und Maßnahmen in der Jugendarbeit und in Vereinen, in Betrieben und im Altenbereich.

pm