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Jugendlichen einereelle Chance gebenDass es in ...

Jugendlichen einereelle Chance gebenDass es in Berlin im Stadtbezirk Neukölln in der Rütli-Schule 90 Prozent ausländische Schüler gibt, liegt auch am System des SPD-PDS-Senats. Eltern können ihre Kinder unabhängig vom Wohnort in sämtlichen Schulen in allen Bezirken der Bundeshauptstadt unterbringen.

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Morgens, auf dem Weg zur Arbeitsstelle, sind mir in Dahlem die Diplomatenkarossen entgegengekommen. Kinder aus den Plattenbauten wie Marzahn-Hellersdorf müssen allerdings lange Strecken zurücklegen, um in eine gute Schule in anderen Bezirken zu kommen.

Der Senat hat den Zuschuss für den öffentlichen Nahverkehr für Schüler gestrichen. Es entsteht dort eine Zwei-Klassen-Gesellschaft, die von der Politik ganz bewusst in Kauf genommen wird (23 Prozent Arbeitslose). Es sollte aber in dieser Region mit dem noch vorhandenen Wohlstand möglich sein, Jugendlichen in der Schule und in den Betrieben eine reelle Chance zu geben: Integration durch Praktikums- und Ausbildungsplätze.

Ich arbeite in meinem Betrieb gerne und gut mit ausländischen Mitarbeitern zusammen. Vielleicht liegt es aber nur daran, dass ich nicht nur lange in Berlin, sondern im Ausland lebend, selbst schon Ausländer war. Mein Vorschlag für die junge Generation: in jungen Jahren ins Ausland für ein Praktikum, soziales Jahr, Studium, Jobben . . .

Deutschland braucht die Einwanderung. Bedingung dafür ist die Integration von jungen Ausländern durch die Gesellschaft.

Frank-Peter Öchsle

Kirchheim, Marktplatz

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