Lokales

Junge Mitglieder übernehmen Verantwortung

Die Mitgliederversammlung des Obst- und Gartenbauvereins Neidlingen war neben dem Fachlichen und Berichten aus dem Vereinsgeschehen mit Wahlen bestückt und dabei zeigte sich, dass junge Mitglieder bereit sind, bei der Erfüllung der Vereinsaufgaben verantwortlich mitzuarbeiten.

NEIDLINGEN In der gut besuchten Hauptversammlung hat Vorsitzender Rudolf Hepperle ausgeführt, dass im Vorjahr nur sehr wenig Tafelobst geerntet werden konnte und dies ganz wesentlich auf Hagelschäden zurückzuführen war. Auch Zwetschgen, nach denen die Nachfrage insgesamt sehr gering geworden ist, und vor allem Kirschen waren durch deutliche Verwachsungen gezeichnet und damit beeinträchtigt. So gab es viel Mostobst und mit dieser Aussage war natürlich der wirklich unauskömmliche Preis von 5,50 Euro für den Doppelzentner als wesentlichstes und am wenigsten befriedigendes Leistungsmerkmal für den Streuobstbau negativ beleuchtet. Alle Wertungen über die landschaftsprägende, typische Handschrift vermögen daran nichts zu ändern. Probleme brachte auch die Kirschfruchtfliege, die nach einigen Jahren eines Rückgangs sich wieder, zum Teil standortbezogen, als ungute Last zurückgemeldet hat.

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Der Verkauf der Kirschen auf dem Baum in der Kirschanlage des Vereins führt zu der Erkenntnis, dass die Erträge von kleineren Bäumen wesentlich besser nachgefragt werden und der Verein Anlass hat, seine großkronigen Kaliber zurückzunehmen. Dabei wurde allerdings auch deutlich, dass die alten Sorten von der selbst gestellten Aufgabe im Kirschenmuttergarten her auf jeden Fall erhalten bleiben sollen und die Anlage nicht zu einer Erwerbsanlage mit möglichst nur vom Markt und der Nachfrage bestimmten Kirschensorten umgewidmet wird.

Pflanzenschutzberater Güthle vom Landratsamt Esslingen hatte es übernommen, über Mittel zu informieren, mittels derer Schädlinge und Krankheiten an Bäumen bekämpft werden können. Diese Palette wird ständig enger und damit werden die Erzeuger in ihrer Stellung gegenüber den pflanzlichen, tierischen oder pilzlichen Peinigern im Obstbau zunehmend allein gelassen.

Aus dem Schriftführerbericht von Kurt Waimer war unter anderem zu entnehmen, welche Maßnahmen zur Pflege des Kirschenmuttergartens notwendig waren, dass sich der Verein wiederum mit einem Stand am Zwetschgenmarktdorffest beteiligt hat und auch ein mehrtägiger Ausflug Teil des Vereinsgeschehens war. Kein üppiges, aber ein brauchbares Ergebnis offerierte der von Roland Ruoß und Hans Kurz geprüfte Kassenbericht von Wilhelm Kuch.

Turnusgemäß auslaufende Tätigkeiten im Verein wurden vom stellvertretenden Vorsitzenden Hans Ruoß und Kassenprüfer Hans Kurz dazu benutzt, um die bisher wahrgenommenen Aufgaben in jüngere Hände zu geben. Eine wohl vorbereitete Regie hat dazu geführt, dass die anstehenden Wahlen offen und völlig problemlos abgewickelt werden konnten. Die große Überraschung war dabei dennoch, dass mit Björn Epple ein sowohl an Lebens- als auch an Mitgliedsjahren sehr junges Mitglied bereit war, sich als Stellvertreter des Vorsitzenden zur Wahl zu stellen. Kurt Ambacher wurde neuer Kassenprüfer. Alle Wahlen erfolgten einstimmig. Wiedergewählt wurden Schriftführer Kurt Waimer sowie die Beisitzer Werner Pfutterer, Kurt Hepperle und Rainer Spengler.

Anerkennende Dankesworte gab es vom Vorsitzenden des Kreisverbands, Ulrich Rieker, sowie für die Gemeinde von Bürgermeister Kammerlander.