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KAB begrüßt Kindergeld-Urteil

GÖPPINGEN Eltern volljähriger Kinder, denen auf Grund der Höhe ihrer Ausbildungsvergütung bislang die Zahlung von Kindergeld verwehrt wurde, können mit zum Teil erheblichen Nachzahlungen rechnen. In seinem am 13. Mai veröffentlichten Beschluss hat das Bundesverfassungsgericht entschieden, dass zukünftig bei der Berechnung des Kindereinkommens für das Kindergeld die Sozialversicherungsabgaben in Abzug gebracht werden müssen.

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"Nach dem Richterspruch können jedoch auch Eltern für bis zu vier Jahre rückwirkend Ansprüche geltend machen, wenn die Eltern einen Antrag bislang nicht gestellt haben, weil sie wegen der Einkünfte davon ausgehen mussten, dass ihnen kein Kindergeld zustehe", betont Akos Csernai-Weimer, Sekretär der Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) in Göppingen. Bei allen noch nicht entschiedenen Anträgen werden von den Kindern gezahlte Sozialversicherungsbeiträge automatisch berücksichtigt. Grundsätzlich haben die Eltern Anspruch auf Kindergeld, deren Kinder eine Ausbildung absolvieren und die das 27. Lebensjahr nicht vollendet haben. Aktuell darf das Jahreseinkommen der Kinder abzüglich der Werbungskosten und der Sozialversicherungsbeiträge nicht über 7 680 Euro liegen.

Die KAB empfiehlt, die Ansprüche bei den zuständigen Familienkassen geltend zu machen. Hierzu ist ein entsprechender Musterbrief erhältlich. Weitere Informationen sind im Internet unter www.kab.de zu finden.

pm