Lokales

Käfer und Asseln im Fokus

Ökomobil betreut Waldexpedition und bringt Kindern die Natur näher

Für die Vorschüler des Uracher Kindergartens in Ötlingen stand am gestrigen Dienstag eine Besonderheit auf dem Programm. Der regelmäßig stattfindende „Waldtag“ wurde vom Ökomobil des Regierungspräsidiums Stuttgart, das zu Gast im Rübholz war, begleitet. Unter der Anleitung von Werner Paech wurde ein kleines Forschungsprojekt in der Natur auf die Beine gestellt.

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Jan Schmid

Kirchheim. „Wir haben uns bei der Stadt informiert und uns um einen Besuch des Ökomobils beworben“, erläutert die Erzieherin Renate Rüdiger-Beermann das Zustandekommen der Aktion. „Wir hatten das Glück, einen Termin bekommen zu haben.“

Im Rahmen eines Naturschutzprojekts des Regierungspräsidiums Stuttgart tingelt das „rollende Naturschutzlabor“ durch die Region und versucht den Menschen dabei zu helfen, die Natur besser kennenzulernen. Dabei soll das Bewusstsein für die Umwelt gestärkt werden. „Wir möchten den Leuten die natürlichen Lebensräume näher bringen,“ beschreibt Werner Paech vom Ökomobil seine Mission. „Was man nicht kennt, das schützt man nicht,“ fügt er hinzu und hofft, dass die Teilnehmer dazulernen. Die Erfahrungen in der Natur sollen den Umgang mit derselbigen positiv beeinflussen.

Die Ausstattung des Ökomobils kann sich sehen lassen. Durch Solarzellen auf dem Fahrzeugdach kann es seinen eigenen Strom produzieren, um die elektronischen Geräte wie beispielsweise einen Bildschirm zu betreiben. Unter den Werkzeugen, die zur detaillierten Erkundung der Natur nötig sind, befinden sich Messgeräte, Stereolupen, Ferngläser, Sammelgefäße und Bestimmungsbücher. Zudem bietet das zehn Meter lange Labor Platz für 24 Personen. Dadurch wird ganzen Schulklassen die Möglichkeit geboten, Forschungsprojekte zu realisieren.

Die Vorschüler des Uracher Kindergartens haben sehr viel Spaß da­ran, unter der Weisung von Werner Paech den Wald am Rübholz genauer zu untersuchen. Die Aufgabe für die Kinder lautet, Pflanzen sowie Tiere im Wald finden und einfangen. Unter anderem landen Feuerkäfer, Mistkäfer, Larven, Tausendfüßler und Asseln in den Kistchen. Jetzt geht es mit den Insekten in das Ökomobil, denn dort werden sie unter die Lupe genommen. Nach genauerer Betrachtung sollen die Kinder Skizzen von den gesammelten Tieren anfertigen. Zum Schluss der Aktion überprüfen die Jungen und Mädchen ihr angeeignetes Wissen. Werner Paech inszeniert ein Quiz, bei dem es Urkunden, Poster und Zeitschriften zu gewinnen gibt.

Die etwa vier Stunden dauernde Exkursion in den Wald eröffnete den kleinen „Naturforschern“ somit auf spielerische Art tiefere Einblicke in die Natur. Die nächste Station des Ökomobils in der Umgebung ist bereits am Freitag, 8. Mai. In Weilheim wird im Rahmen des Junior-Ranger-Camps der Lebensraum Wasser und seine Bewohner genauer untersucht. Bleibt zu hoffen, dass die Wünsche des „Ökomobilisten“ Werner Paech in Erfüllung gehen. Er möchte Denkanstöße zu einem besseren Umgang mit der Natur geben und mit den Aktionen des rollenden Labors ein stärkeres Bewusstsein hervorrufen.