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Kalifornien war eine Reise wert

Wolf Henzler (Motorsportklub Kirchheim Teck) hat mit seinem Co-Piloten Robin Liddell den Grand Prix von Sonoma in Kalifornien gewonnen. In der Gesamtwertung der Grand America Rolex Series konnten die beiden Porsche 911 GT Cup-Piloten den Abstand zu den Ersten auf acht Punkte verkürzen.

EBERHARD STRÄHLE

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SONOMA Der Weg zu diesem Sieg war für das Duo Henzler/Lidell jedoch steinig. Mit einem guten Händchen und einem hervorragenden Setup stellte Robin Liddell den Porsche mit einer Zeit von 1.38,425 Minuten auf die Poleposition der GT's. Alles war für das schwäbisch-schottische Rennfahrerduo wieder im Lot, nachdem Liddell im Training einen Crash hatte, der dem Tafel-Team einige Reparaturarbeiten abverlangte: Eine gebrochene Radaufhängung und ein ramponierter Kühler waren die Folge eines Fahrfehlers von Liddell, der die Begrenzungsmauer der Strecke touchiert hatte.

Den Start zum Rennen über 99 Runden (beziehungsweise 2,45 Stunden) gewann Liddell und konnte sich vom Pontiac GTO R von Kelly Collins absetzen. Nach 45 Minuten Renndauer musste das Safetycar zum ersten Mal wegen eines Zwischenfalls auf die Strecke. Kelly Collins steuerte seinen Pontiac sofort in die Box zum Fahrerwechsel und Tanken. Dabei verloren Henzler/Liddell die Führung. Der Spitzenreiter des GT Klassements, Marc Bunting im Pontiac, und Robin Liddell kamen eine Runde später zum Service. Jetzt übernahm Wolf Henzler den Tafel-Porsche. Durch den Umstand, dass nicht alle Teams zum Stopp kamen, lagen Henzler/ Liddell nun auf Rang fünf. Der Nürtinger hatte es fortan mit dem Pontiac von Collins/Edwards zu tun, der vor ihm fuhr. Wolf Henzler mühte sich redlich, aber nach seinen eigenen Worten "war kein Überholen möglich, denn er fuhr nicht mehr um die Meisterschaft und konnte somit viel mehr als wir riskieren." Henzler musste also zähneknirschend dahinter bleiben, um die angepeilte Meisterschaft nicht zu gefährden. Nach 80 Minuten übergab Henzler auf Platz zwei liegend bei einem Tankstopp den Porsche 911 GT3 Cup wieder an Liddell.

Nach weiteren 15 Umläufen musste der schwere Pontiac nochmals Benzin nachfassen und Henzler/ Liddell eroberten wieder die Führung im Klassement der GT-Fahrzeuge und Robin Liddell trug den Porsche sicher über die Ziellinie.

Nur acht Punkte trennen das Duo noch vom Gesamtsieg in der Grand American Rolex Series. "Es wird sehr schwer, das aufzuholen aber wir kämpfen bis zur letzten Zielflagge", ist Henzler kämpferisch.

Am kommenden Wochenende startet Wolf Henzler zum letzten Lauf der Grand American Rolex Serie. Im Motorsport-Park von Tooele im Bundesstaat Utah findet als krönender Abschluss einer langen Rennsaison das Discount Tire Sunchaser' Rennen über neun Stunden statt. Wolf Henzler hofft, dass bei einem Rennen über eine solch lange Distanz noch der Gesamtsieg in der GT-Klasse herausspringt.