Lokales

Kanäle werden saniert

Notzingen und das Landratsamt Esslingen haben sich auf den Bauzeitenplan bei der Eigenkontrollverordnung geeinigt. Zunächst war die übergeordnete Behörde nicht mit den Plänen der Bodenbachgemeinde einverstanden und verlangte ein Gespräch.

IRIS HÄFNER

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NOTZINGEN "Man kann nicht einzelne Straßen herausnehmen. Die Kanalsanierung ist ein Fass ohne Boden", ist sich Notzingens Bürgermeister Flogaus im Klaren. Wenn die beanstandeten Maßnahmen alle ausgeführt sind, gibt es eine weitere Befahrung der Kanäle und damit dürfte die zweite Runde des Sanierungsreigens eingeläutet werden.

Die Gemeinde Notzingen hat sich nicht an den im Jahr 1999 aufgestellten Zeitplan gehalten. Große Baumaßnahmen und die schlechten Kommunalfinanzen verzögerten die Arbeiten. "Es gibt zwar verschiedene Kommunen im Kreis, die die Sanierung abgeschlossen haben, verschiedene sind jedoch noch weit hinter uns", erklärte Jochen Flogaus. Das weitere Vorgehen macht er von der künftigen finanziellen Lage abhängig. "Was kommt sonst noch auf uns zu? Was ist wichtiger: einen Kanal zu sanieren oder in Kindergärten zu investieren?", so der Schultes.

Bei dem Gespräch einigten sich Landratsamt und Notzingen darauf, dass wie in der Sitzung im April vom Gemeinderat beschlossen, dieses Jahr 150 000 Euro für die Kanalsanierungen einstellt werden. Ausschließlich mit Inlinern werden größere und kleinere Teilstücke in verschiedenen Bereichen des Ortes saniert. Im kommenden Jahr stehen dann Silcher- und Mörikestraße an. "In 2008, 2009 und 2010 sollen dann jeweils 150 000 Euro im Haushaltsplan eingestellt werden, sodass bis dahin die Kanalsanierung fürs Erste abgeschlossen ist", gab Jochen Flogaus den weiteren Fahrplan bekannt.

Emiliana Montero Rodriguez wollte wissen, ob die Kosten über das Abwasser abgerechnet würden. Dies konnte der Schultes mit einem klaren Ja beantworten, fügte aber beschwichtigend hinzu: "Das sind Cent-Beträge bis maximal 10 Cent."