Lokales

Kanal wird teurer

Die Arbeiten zur Kanal- und Wasserleitungserneuerung für den ersten Teil der Kirchheimer Straße in Unterlenningen wurden in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats vergeben. Dabei gibt es überplanmäßige Ausgaben in Höhe von knapp 50 000 Euro.

IRIS HÄFNER

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LENNINGEN "Ich bin selbst überrascht, dass es eine etwa 30-prozentige Abweichung gegenüber der Kostenschätzung gibt", erklärte Karl-Heinz Griesinger, Leiter des Lenninger Tiefbauamts. Die Wasserleitung im Öschle kostete pro Meter 2,80 Euro, die Fallleitung zwischen Schopfloch und Gutenberg rund 4 Euro und für die Kirchheimer Straße kommt nun ein Betrag von 6,40 Euro pro laufender Meter zustande. Da es sich um eine verzwickte Baumaßnahme handelt, ging Karl-Heinz Griesinger vorneweg von einem 15-prozentigen Zuschlag aus. Doch dieser Betrag reichte nicht aus.

Insgesamt holten sechs Firmen die Unterlagen für die Arbeiten ab, abgegeben haben jedoch nur zwei. "Das zeigt, wie kompliziert die Arbeiten sind", erläuterte der Tiefbauamtsleiter. Eine Metzinger Firma gab mit rund 820 000 Euro das günstigere Angebot ab. Dabei entfallen für die Kanalisation Gesamtkosten in Höhe von knapp 520 000 Euro und für die Wasserversorgung von rund 235 000 Euro. Dazu kommen noch Kosten von rund 50 000 Euro für die Gasleitung sowie für weitere Baumaßnahmen rund 15 000 Euro. Die überplanmäßigen Ausgaben von knapp 50 000 Euro werden über einen Kredit gedeckt.

"Dies ist eine wichtige und unaufschiebbare Maßnahme. Auch bei gewissenhafter Kostenschätzung lässt sich nicht immer alles auf den Punkt berechnen", erklärte Lenningens Bürgermeister Schlecht. Nach kurzer Diskussion vergab der Gemeinderat die Arbeiten in Höhe von rund 820 000 Euro.