Lokales

Karten zum politischen Preis

Zwar werden die Eintritts-preise fürs Kirchheimer Hallenbad auf das Niveau der Freibadkarten erhöht. Doch als eine Art Bonbon gibt's künftig "Familienkarten zum politischen Preis", wie Oberbürgermeisterin Angelika Matt-Heidecker in der gestrigen Gemeinderatssitzung für das Fünf-Euro-Ticket warb.

KIRCHHEIM Zunächst verwies die Rathauschefin auf das Konzept der geänderten Nutzungszeiten des Hallenbades für die laufende Saison. Es bindet Nutzervereine in den Betrieb ein und trennt den Schulbetrieb vom öffentlichen Badebetrieb. Vor allem aber spart es Kosten, da die Schlüsselgewalt teilweise an die Vereine und Schulen übergeben werden kann.

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Der öffentliche Badebetrieb wurde von 55,5 Öffnungsstunden auf 43,5 Stunden reduziert. Eine Art Hauptbadetag unter der Woche ist der Mittwoch. Wasserratten können das Bad von 12.30 Uhr bis 22 Uhr nutzen. Der Freitag steht weiterhin im Zeichen der Kinder und Jugendlichen.

Rundum erhielt der neue "Stundenplan" fürs Hallenbad Zustimmung, wobei Christoph Tangl (Grüne Alternative) nicht von einer "Neukonzeption", sondern allenfalls von einer "Interimskonzeption" sprechen wollte.

Die Eintrittspreise sollen entsprechend den neuen Freibadtarifen erhöht werden. Ein einmaliger Eintritt kostet demnach künftig beispielsweise für einen Erwachsenen drei Euro. Sofern die Besucherzahlen konstant bleiben, wird mit Mehreinnahmen von 10 000 Euro pro Saison gerechnet.

Weiter schlug Angelika Matt-Heidecker dem Gremium, einem Antrag der Grünen Alternativen folgend, vor, Familienkarten zum "politischen Preis von fünf Euro" anzubieten. Franz Ochs und Ralf Gerber (Freie Wähler) stellten die Logik infrage, weshalb eine Familienkarte im Hallenbad günstiger zu haben sein solle als eine im Freibad. Matt-Heidecker verwies zum einen auf die längere Verweildauer im Freibad. Zum anderen hob sie auf die "politische Message" ab: Die Familienkarte solle zur verstärkten Nutzung in der Interimszeit animieren.

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