Lokales

Kaum veränderte Fallzahlen

Erfreuliche Zahlen konnte Bürgermeister Paul Schmid bei der Vorstellung der Kriminalitäts- und Unfallstatistik für Schlierbach verkünden. So ist die Zahl der Kriminalitätsfälle im Jahr 2007 nur leicht gestiegen, bei den Unfallzahlen gab es ebenfalls nur einen geringen Anstieg.

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Volkmar Schreier

Schlierbach. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 69 Kriminalitätsfälle in Schlierbach erfasst. Das sind zwar 16 Fälle mehr als im Vorjahr, sagt aber nichts über die tatsächliche Zahl der Täter aus, wie Bürgermeister Paul Schmid in jüngster Gemeinderatssitzung erklärte. „Die Zahl der Täter ist nicht unbedingt gestiegen“, so der Rathauschef, da jeder Fall einzeln gezählt werde. So könnte ein Täter, der zum Beispiel im Internet krumme Geschäfte mache, gleich für mehrere Fälle verantwortlich sein.

Überhaupt ergibt sich für Schlierbach ein beruhigendes Bild. Rechnet man die Anzahl der Straftaten auf 100 000 Einwohner hoch, so kommt Schlierbach auf eine Häufigkeitszahl von 1829. Im Gegensatz dazu sind es für den Bereich des Polizeireviers Uhingen schon 2479 Straftaten je 100 000 Einwohner, im Landkreis Göppingen 4068 und in Baden-Württemberg 5694. Keine Auffälligkeiten gibt es in Schlierbach auch bei der Jugendkriminalität. Gemessen an der Gesamtzahl der Fälle sind nur 7,7 Prozent der Tatverdächtigen in Schlier­bach unter 21 Jahre alt.

Auch die Verkehrsunfallzahlen sind im Vergleich zum Vorjahr praktisch unverändert. Gab es im Jahr 2006 auf Schlierbacher Gemarkung 53 Unfälle, waren es im vergangenen Jahr 55 Unfälle. Bedenklich sind nach wie vor die Unfallursachen. Spitzenreiter ist hier immer noch Alkohol am Steuer, gefolgt von Geschwindigkeitsüberschreitungen und Vorfahrtsverletzungen, die zum Crash führen. Die Polizei wird sich deshalb verstärkt der Alkoholproblematik annehmen und Schwerpunktkontrollen durchführen, wie Schmid mitteilte.

Sorgen macht sich der Bürgermeister darüber, dass immer noch überdurchschnittlich viele junge Fahrzeugführer in Unfälle verwickelt sind. So macht der Anteil der zwischen 18 und 21 Jahre alten Personen nur neun Prozent der Gesamtbevölkerung aus: In der Unfallstatistik sind die Unfallbeteiligten dieser Altersgruppe jedoch mit 27,8 Prozent deutlich überrepräsentiert. Ungünstig entwickeln sich auch die Zahlen im Bereich Unfallflucht. Mittlerweile flüchtet jeder fünfte Unfallverursacher vom Unfallort.

Keine Veränderungen ergaben sich bei den Unfallschwerpunkten. Die Polizei spricht dann von einem Unfallschwerpunkt, wenn sich im Verlauf eines Jahres an gleicher Stelle mindestens drei gleich gelagerte Unfälle ereignet haben. So tauchen auch in Schlierbach in jedem Jahr eigentlich die gleichen Punkte auf, besonders der Abschnitt der B 297 auf Schlierbacher Gemarkung und die Einmündung in die Bundesstraße am westlichen Ortseingang in Richtung Kirchheim.