Lokales

Kein Kompost am Ufer

Viele Bachanlieger lagern ihren Gras- und Grünschnitt in der Bachböschung ab. Dies kann jedoch gefährliche Folgen für den Bachlauf haben und sogar Überschwemmungen verursachen.

KREIS ESSLINGEN Die einen laden ihren Grünschnitt am Bach ab, weil sie glauben, die Böschung mittelfristig mit wertvollem Humus zu versorgen. Andere tun dies aus der Vorstellung heraus, dem Bach Land abzutrotzen und auf diese Weise ihr eigenes Grundstück zu vergrößern. Wieder andere wollen das ungeliebte Schnittgut möglichst einfach und ohne weiteren Aufwand aus ihrem Blickfeld entschwinden sehen.

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Richtig ist zwar, dass dieses Material früher oder später verrottet. Dadurch wird das Bachufer aber steiler und was viele nicht wissen zunehmend instabil. Je steiler die Böschung wird, um so stärker wird ansteigendes Hochwasser an der Böschung nagen. Die Folge sind Uferabbrüche, die wiederum zu fortschreitendem Geländeabtrag führen. Spätestens dann, wenn das nagende Wasser die Böschungsoberkante landeinwärts verschiebt, kommt es zu Frust oder Ärger beim Anlieger.

Katastrophale Folgen können diese Ablagerungsgewohnheiten dann haben, wenn das Grüngut von Starkregen oder Hochwasser abgeschwemmt wird und Engstellen im Bach wie etwa Verrohrungen unter Brücken oder Einlaufstellen in verdolte Bachabschnitte verstopft und das Gewässer über die Ufer tritt.

Weitere Auskünfte und Informationen gibt es beim Amt für Wasserwirtschaft und Bodenschutz im Landratsamt Esslingen unter der Telefonnummer 07 11/39 02 20 81. Nähere Auskunft zu den öffentlichen Entsorgungsmöglichkeiten der Grünabfälle erteilt die Kundenberatung des Abfallwirtschaftsbetriebes unter Telefon 07 11/9 31 25 26. Außerdem gibt es auch im Internet unter www.awb-es.de Informationen.

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