Lokales

Kein Platz für Hunde

Große Enttäuschung bei den Mitgliedern der Rettungshundestaffel Mittlerer Neckar: Sie fliegen nicht mit ihren Hunden zu einer großen internationalen Katastrophenschutzübung in die Türkei, denn für die Hunde war plötzlich kein Platz mehr.

IRIS HÄFNER

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SCHLIERBACH Neun Mitglieder der BRH-Rettungshundestaffel, sechs Hunde und fünf Mediziner der Arbeitsgruppe Katastrophenmedizin von der Uni Tübingen wollten in der Türkei an einer Übung teilnehmen. Dort gibt es noch viele "brach liegende" Häuser, die 1999 bei einem Erdbeben zerstört wurden. Gemeinsam mit 80 Helfern aus Griechenland und knapp 100 Edak-Teilnehmern, dem türkischen Pendant des THW, hätten die Deutschen unter realen Bedingungen eine 24-stündige Übung absolviert.

Seit Februar war die Reise in die Türkei geplant und auch schriftlich mit der Fluggesellschaft vereinbart worden. Anfang dieser Woche musste Peter Göttert, Leiter der BRH-Rettungshundesstaffel, das Gewicht jedes einzelnen Hundes samt Boxengrößen durchgeben. Wenige Stunden später erfuhr er jedoch, dass im Frachtraum des Flugzeuges nur noch Platz für eine Hundebox vorhanden war. Wegen des Feiertages nahmen nun die Passagierzahlen samt Gepäck erheblich zu und da Gepäck gegenüber Cargo bevorzugt behandelt wird, hatten die Hunde das Nachsehen. Dabei hatten die Hundeführer schon Zugeständnisse gemacht. Bei Einsätzen dürfen die Hunde im Personenraum mitfliegen, bei Übungen werden die Tiere jedoch in "Cargo" eingruppiert und müssen in den Frachtraum, der viel Stress bedeutet.