Lokales

Kein schwarzes Loch mehr

Der letzte weiße Fleck im Lenninger Kanalnetz existiert nicht mehr. In der jüngsten Sitzung des Gemeinderats stellte Karl-Heinz Griesinger das Bruckener Kanalnetz vor.

IRIS HÄFNER

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LENNINGEN Wegen der vielen Teilorte hat Lenningen ein recht umfangreiches Kanalnetz. Im Zuge der Eigenkontrollverordnung wurde nun als Letztes der Ortsteil Brucken untersucht. Die Kanäle haben eine Gesamtlänge von knapp acht Kilometern, dabei wurden rund 1000 Schäden festgestellt und ausgewertet. "Erfreulich ist, dass wir in Brucken keinen sehr großen Schaden haben. Deshalb besteht kein akuter Handlungsbedarf", konnte Tiefbauamtsleiter Griesinger mitteilen.

Allerdings gibt es überlastete Kanäle und solche, die große Schäden vorweisen und somit zügig behoben werden sollten. Letztere haben insgesamt eine Länge von rund 930 Metern. Sie zu sanieren kostet rund 1,1 Millionen Euro. Mittelfristig müssen Kanäle auf einer Länge von exakt 1111 Metern ausgebessert werden, was nach derzeitigen Kostenschätzungen knapp 1,3 Millionen Euro betragen würde, leichte Schäden weisen rund 1600 Meter Kanal auf, was sich auf knapp 2 Millionen Euro summiert. "Insgesamt kommen wir dann auf rund 4,3 Millionen Euro, mit der Aufdimensionierung schließlich auf knapp 4,5 Millionen Euro", nannte Karl-Heinz Griesinger die stattliche Summe. "Sogar bei schweren Fällen müssen wir Prioritäten setzen, denn wir können nicht alles auf einmal schultern", erklärte Lenningens Bürgermeister Schlecht, nachdem die Zahlen auf dem Tisch waren.

Der Gemeinderat nahm von dieser teuren Auflistung Kenntnis.