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Kein Wölkchenam VfL-Himmel

Heimsieg, Zuschauerzuspruch, Spitzenplatz in der Tabelle nach dem 2:0 über den FC Donzdorf am Freitagabend war kein Wölkchen am VfL-Himmel auszumachen.

KLAUS-DIETER LEIB

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KIRCHHEIM Mit 500 Zuschauern erreichte der VfL Kirchheim gegen den Aufsteiger eine stattliche Kulisse woran lag's: am Gegner oder am Mitternachtsshopping in der Kirchheimer Innenstadt? Für Gästetrainer Giuseppe Forzano war das Gastspiel seiner Mannschaft der Grund: "Ich freue mich, dass wir dem VfL so viele Zuschauer ins Stadion gebracht haben." VfL-Coach Michael Rentschler konnte sich auf der Pressekonferenz nach dem Spiel ganz entspannt in seinem Stuhl zurücklehnen. "Ich bin zufrieden. Wir haben es nur verpasst, noch mehr Tore zu erzielen", sagte der Kirchheimer Übungsleiter. Nach dem Sieg standen die Teckstädter sogar zwischenzeitlich auf Platz eins der Tabelle, wurden jedoch von Olympia Laupheim (3:1 in Ludwigsburg am Samstagnachmittag) wieder verdrängt. Dennoch freut man sich beim VfL jetzt schon auf das Spitzenspiel am kommenden Freitag bei den drittplatzierten TSF Ditzingen.

Nicht ganz so fröhlich wirkte Donzdorfs Trainer Forzano nach drei Niederlagen in Folge auch kein Wunder. "Wir dürfen jetzt den Mut nicht verlieren." Dass in Kirchheim für seine Mannschaft nicht mehr möglich war, musste er dennoch einsehen: "Der VfL hat gut gespielt und verdient gewonnen." Trotz allem sieht der ehemalige Co-Trainer der B-Junioren des VfB Stuttgart nicht schwarz: "Wir müssen jetzt die Ärmel hochkrempeln und versuchen, im Spielaufbau weniger Abspielfehler zu machen."

Wohin der Weg des VfL führen wird Michael Rentschler wagte im Anschluss an das Donzdorf-Spiel erste Prognosen: "Nach zehn Spieltagen wird sich herausstellen, ob wir oben mitspielen können." Großen Spaß hat derzeit Torsten Raspe, der nach seiner Achillesoperation wieder voll einsatzfähig ist: "Ich verspüre keine Schmerzen mehr", so der Mittelfeldspieler. Der Mann des Spiels war allerdings Alban Meha nicht nur wegen seines Tores und der Torvorlage: Der Albaner sorgte immer wieder über die rechte Seite für große Gefahr vor dem Donzdorfer Tor. "In der vergangenen Saison wollte ich lieber zentral spielen, aber mittlerweile macht es mir sehr viel Spaß auf dieser Position." Keinen so großen Spaß hat zurzeit Christopher Eisenhardt. Zählte der 22-Jährige noch in der vergangenen Runde zum Stammpersonal, muss er nun mit der Bank vorlieb nehmen. Dennoch macht ihm sein Trainer Mut: "Im Fußball geht es oft so schnell, dass sich jemand verletzt," so Rentschler.

Mit Moritz Straub und Gaetano Caruana spielten am Freitagabend auch zwei ehemalige Kirchheimer in den Reihen des FC Donzdorf. Dabei hätte sich Moritz Straub durchaus vorstellen können, auch beim VfL zu spielen: "Leider hat mich keiner gefragt," so der 19-Jährige, der stattdessen nun für den Aufsteiger seine Fußballstiefel schnürt: "Der FCD hat sich sehr um mich bemüht, es war das beste Angebot." Für Gaetano Caruana, der eigentlich noch ein weiteres Jahr beim Bezirksligisten TSV Notzingen spielen wollte, war es eine einmalige Chance, noch einmal in der Verbandsliga spielen zu können. Der 26-Jährige sieht die Chancen für den Klassenerhalt des FCD trotz der Niederlagenserie nicht so schlecht: "Wir müssen wieder an die Leistung vom ersten Spiel gegen Ludwigsburg anknüpfen, dann können wir den Klassenerhalt auch erreichen."