Lokales

Keine Beleuchtung für den Alten Friedhof

Zu einem Informations- und Ausspracheabend über aktuelle Themen hatte die Freie Wählergemeinschaft (FWG) Dettingen eingeladen. Unter anderem ging es um den Alten Friedhof, die Neubebauung des Berger-Areals, das Hallenbad und das Thema Vogelschutzgebiet.

DETTINGEN Dr. Werner Hack ging auf die wichtigsten Bauvorhaben der Gemeinde ein. Dazu gehören zum Beispiel die Jugendverkehrsschule und die Neubebauung des Berger-Areals. Dort sollen Einfamilien-, Doppel- und Reihenhäuser sowie vier Mehrfamilienwohnhäuser entstehen. Die verdichtete Bebauung soll ein "Tower" krönen, ein viergeschossiges Gebäude. Dies und die Verkehrserschließung, überwiegend über die Aylenstraße und deren Ausbau, werden nach Ansicht von Werner Hack im weiteren Verfahren noch zu größeren Diskussionen führen. Die Anzahl der Stellplätze ebenerdig und als Tiefgaragenplätze vorgesehen sieht die FWG als ausreichend an.

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Die Gemeinderätinnen Inge Schaufler und Bärbel Weinacht stellten das Instandsetzungs- und Wiederbelegungskonzept "Alter Friedhof" vor. Es sollen Urnenbestattungen in verschiedenen Formen ermöglicht werden. Begrüßt wurde von den Anwesenden eine Gemeinschaftsanlage, die vom Verband der württembergischen Friedhofsgärtner gepflegt würde. Anonyme Bestattungen sollen ebenfalls vorgesehen werden, hier bedürfe es jedoch großer Aufklärungsarbeit, da keine Möglichkeit einer persönlichen und individuellen Trauerbewältigung bestehe. Dies werde oft bei der schnellen Entscheidung nicht bedacht. Die Frage der Beleuchtung des Fußweges durch den Alten Friedhof war einhellig, nämlich auf die Mastleuchten zu verzichten. Der Friedhof sei eine Ruhestätte und brauche in der Nacht keine Ausleuchtung.

Die Gemeinderäte Peter Bayer und Rainer Kuhn berichteten über den Entschluss, das Hallenbad "aquafit" Dettingen an einen privaten Betreiber zu übertragen. Der Förderverein mit derzeit etwas über 50 Mitgliedern sei allerdings nicht in der Lage, größere Veranstaltungen zu schultern. Hier sei die Zusammenarbeit mit dem Betreiber erforderlich. Gespannt werde man die Entwicklung beobachten, so die Anwesenden.

Weitere Themen in der Aussprache waren das Nebengebäude des Bauhofs, das Vogelschutzgebiet und das Biosphärengebiet. In der Diskussion waren sich die Teilnehmer einig, kein Geld mehr in das marode Nebengebäude des Bauhofs zu stecken. Die Herausnahme von Flächen wie zum Beispiel Hungerberg oder Flächen südlich des Hotels Teckblick und der Tennisplätze aus dem Vogelschutzgebiet, wurde zustimmend zur Kenntnis genommen. Das Vorgehen der Gemeinde wird unterstützt.

Das Einbeziehen der Flächen am Teckhang in das Biosphärengebiet ist aus Sicht der FWG nachvollziehbar. Hinsichtlich der Einbeziehung der gesamten Gemarkungsfläche seien die Auswirkungen auf Entwicklungen nicht erkennbar. Eine Entscheidung zum jetzigen Zeitpunk wurde als verfrüht angesehen.

bw