Lokales

Keine Chance gegen die Pontiacs

Der Nürtinger Rennprofi Wolf Henzler vom Motorsportklub Kirchheim/Teck hat im amerikanischen Bundesstaat Virginia bei den Rolex Grand Am Series' mit seinem Porsche 911 GT3 Cup den vierten Rang des GT-Klassements belegt die übermächtigen Pontiacs waren zu übermächtig und nicht aufzuhalten.

EBERHARD STRÄHLE

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ALTON/VIRGINIA Bereits in den Trainingsläufen zum VIR 400' auf dem 3,27-Meilen-Kurs des Virginia International Raceway in Alton zeichnete sich eine gute Konstellation für das Duo Wolf Henzler/Robin Liddell ab. "Wir waren in den vier Trainingsläufen zwei Mal Erste und ebenso oft Dritte", meinte der Nürtinger. Durch die Addition der bislang in der Serie eingefahrenen Punkte konnte Henzler im neu ins Leben gerufenen Qualifikationsrennen über 30 Minuten (15 Rennrunden) vom dritten Platz aus starten. "Ich konnte in der ersten Runde die beiden vor mir gestarteten Pontiacs mit Ach und Krach passieren und mir einen Vorsprung von etwa acht Sekunden herausfahren", so Henzler. Dieses Polster schien er kurz danach einzubüßen, als er eine Kurve zu schnell angehen wollte und dabei rausrutschte, dabei aber Dusel hatte und vor den beiden Verfolgern wieder auf die Piste zurückfand.

Über fünfzig Fahrzeuge, je zur Hälfte Daytona Prototypen und GT's, stellten sich dem Starter zum Hauptrennen über 250 Meilen. Den Start in diesem Regenrennen fuhr dieses Mal Wolf Henzler's Copilot Robin Liddell. Der Schotte konnte sich anfangs gegen die Pontiacs behaupten und behielt die Führung im GT-Klassement, bis er nach einer Rennstunde im Rahmen einer Safetycarphase zum Tankstopp und Fahrerwechsel anhielt. Der Nürtinger Diplomkaufmann enterte das Cockpit und fand sich nach Problemen beim Radwechsel als Sechster auf der Strecke wieder. Die beiden Pontiacs steuerten nach kurzer Zeit ihre Boxen an und bescherten Henzler/Liddell dadurch den vierten Rang. Diesen Platz konnte Henzler bis zu seinem Tankstopp halten. Da der Porsche nur aufgetankt wurde, kam er wieder als Erster GT auf die Strecke zurück. "Die alten Reifen auf dieser schlüpfrigen Strecke nicht zu wechseln, war ein großer Fehler, denn im Verlauf des restlichen Rennens kämpfte ich regelrecht mit einem übersteuernden Rennauto", meinte der Schwabe und musste sich neben den Pontiacs auch noch dem Porsche von Baas/Pobst beugen.

Sein nächstes Rennen bestreitet Wolf Henzler mit seinem Co-Piloten Robin Liddell am 7. Mai in Kalifornien beim U.S. Sports Car Invitational Race. Schauplatz ist der Mazda Raceway' in Laguna Seca. Des Weiteren fährt der Profi vom Motorsportklub Kirchheim/Teck ab sofort im amerikanischen Flying Wizard Team bei der American Le Mans Serie' in einem Porsche 911 GT3 RSR, ist somit der neue Copilot von Johannes van Overbeek. Henzlers erster Start dort ist am 12. Mai in Houston.

RENNERGEBNIS

VIR 400 Daytona Prototypen:

1. Rockenfeller/Long (Crawford Porsche) 77 Runden, 2. Angelelli/Taylor (Pontiac Riley) 77 Runden, 3. Diaz/Pruett (Lexus Riley) 77 RundenGT-Kategorie:

1. Lally/Bunting/Valentine (Pontiac GTO.R) 74 Runden, 2. Edwards/Collins (Pontiac GTO.R) 74 Runden, 3. Baas/Pobst (Porsche 911 GT3 Cup) 74 Runden, 4. Henzler/Liddell (Porsche 911 GT3 Cup) 74 Runden.