Lokales

Keine Kreditaufnahme

Die Haushaltslage in Schlierbach beschrieb Bürgermeister Paul Schmid als "Wechselbad der Gefühle". Zwar sprudeln seit 2005 die Einnahmen aus der Gewerbesteuer kräftig und spülen Geld in die Kasse. Große finanzielle Spielräume über das Vorgeschriebene und Notwendige hinaus hat die Gemeinde aber auch in Zukunft nicht.

VOLKMAR SCHREIER

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SCHLIERBACH Wie gewonnen, so zerronnen: Wirklich Freude hat Paul Schmid nicht an den reichlichen Einnahmen aus der Gewerbesteuer, denn im kommenden Jahr wird die Gemeinde Schlierbach rekordverdächtige 1,4 Millionen Euro als Kreisumlage an den Landkreis abführen müssen.

Zwar rechnet die Gemeinde Schlierbach auch im kommenden Jahr wieder mit Gewerbesteuereinnahmen in Höhe von rund 1,8 Millionen Euro, doch wird auch die Finanzausgleichsabgabe an das Land auf knapp 860 000 Euro ansteigen. "Die Zahlungen in den Finanzausgleich sind für die Gemeinde strangulierend", beklagt Bürgermeister Paul Schmid.

Immerhin sei es der Gemeinde gelungen, Kredite abzubauen und seit 2005 Rücklagen zu erwirtschaften. Diese werden nun dringend gebraucht. "Wir haben uns 2006 im investiven Bereich sehr zurückgehalten", so der Verwaltungschef. Dafür stünden im kommenden Jahr größere Aufgaben an: So sei zum Beispiel die Sanierung der Kanalisation in der Hauptstraße fest eingeplant. Die Sanierung des Kunstrasensportplatzes werde ebenso Geld kosten wie auch die Erschließung des Gewerbegebiets "Schopf".

Nach der derzeitigen Planung wird die Gemeinde Schlierbach im kommenden Jahr keine neuen Kredite aufnehmen müssen. Zudem plant die Gemeinde, im neuen Jahr weitere Kredite abzubauen. Auch bleiben die Gewerbesteuer mit 330 Prozentpunkten und die Grundsteuer A und B mit jeweils 300 Prozentpunkten unverändert. Für die Übernahme weiterer freiwilliger Leistungen besteht hingegen kein großer Spielraum. "Heute ist es ja schon ein großer Erfolg, keine roten Zahlen zu schreiben", so Schmid.