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Keine Kritik an Trainer Rentschler

Mit dem 1:3 beim FV Olympia Laupheim kassierte der VfL Kirchheim in der Fußball-Verbandsliga die vierte Niederlage in Folge. Dennoch gab es keine Kritik an Trainer Michael Rentschler. VfL-Abteilungsleiter Scholz: "Ich denke ein anderer Trainer bringt uns auch nicht weiter."

KLAUS-DIETER LEIB

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LAUPHEIM Auch die Spieler sind mit dem Kirchheimer Übungsleiter zufrieden. "Es liegt bestimmt nicht am Trainer, dass es gerade nicht so gut läuft", betonte Mannschaftskapitän Mario Grimm. "Die Schuld liegt wohl eher bei den Spielern", fügte Winfried Scholz in Laupheim ergänzend hinzu. Unruhe herrscht an der Jesinger Allee trotz der Niederlagenserie offenbar nicht, denn der verletzte Kapitän sieht die (sportliche) VfL-Zukunft positiv: "Unsere Mannschaft ist zu stark um abzusteigen."

Der Problembereich liegt offensichtlich im Abwehrverhalten der Kirchheimer Mannschaft. Es werden zu viele Fehler gemacht und für den Gegner ist es dann auch nicht besonders schwer Tore zu erzielen. Dies zeigte sich deutlich in den letzten beiden Auswärtsspielen bei der SV Böblingen (2:3) und jetzt in Laupheim. In beiden Begegnungen kassierte die VfL-Hintermannschaft drei Tore zuviel wenn man auswärts endlich erfolgreich sein will. Gerade deshalb hatte Scholz im Laufe der Woche Michael Rentschler gebeten, wieder selber mitzuspielen. Dies war am Samstag jedoch nicht der Fall spekulativ, ob sich dies in den nächsten Spielen ändern wird. "Es fehlt in der Abwehr jemand, der eindeutige Kommandos gibt", meinte Innenverteidiger Christopher Eisenhardt.

Nach der Begegnung in Laupheim fand Scholz allerdings doch noch deutliche Worte: "Ich denke, der VfL hat auch ein Torwartproblem." Deshalb ist er sehr froh darüber, dass Patrick Gühring nach nur einem halben Jahr von der TSG Balingen wieder nach Kirchheim zurückgekehrt ist. Jetzt gilt es, das letzte Punktspiel am kommenden Samstag gegen eben jenen TSG Balingen so schadlos wie möglich zu überstehen, um sich dann konzentriert auf die Rest-Rückrunde vorzubereiten.

Die Hoffnung auf eine Wende im Abstiegskampf liegt dann in der Rückkehr der momentan verletzten Akteure Mario Grimm, Guido Fuchs und Marko Lovric. Ein Kompliment zollte Trainer Michael Rentschler dem angeschlagenen Stürmer Cem Korkmaz, der trotz großer Schmerzen fast 90 Minuten lang durchhielt. "Ich habe mich fitspritzen lassen", erklärte Korkmaz. Genutzt hat's freilich nichts, denn am Ende stand der VfL bekanntlich wieder mit leeren Händen da.