Lokales

Keine One-Man-Show

Wie sich die Zeiten ändern: Wo vor zwei Jahren ob des drohenden Aus' noch großes Heulen und Zähneklappern angesagt war, herrscht

PETER EIDEMÜLLER

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seit vergangenen Freitag wieder Hoffnung in der Fußballabteilung des VfL und diese trägt den Namen Jörg Mosolf. Dass es überhaupt gelungen ist, den geschäftigen Unternehmer als Kandidaten für den Job des Abteilungsleiters zu gewinnen, stellt an sich schon einen Erfolg dar. Dass er ohne Gegenkandidat einstimmig gewählt wurde, verdeutlicht den Vertrauensvorschuss, den die Mitglieder ihm entgegenbringen. Die Erwartungshaltung, die an seine Person geknüpft wird, ist enorm. Die Aussage eines Mitgliedes während Mosolfs Konzeptvorstellung unterstreicht dies: "Wenn nur die Hälfte von dem, was er vorhat, umgesetzt wird, dann können wir uns glücklich schätzen." Viele in der Abteilung sehen in ihm auch aufgrund seines finanziellen Hintergrundes den Heilsbringer, mit dem man wieder an glorreiche Zeiten anschließen kann. Doch Vorsicht: Auch ein personifizierter Hoffnungsträger braucht ein tatkräftiges Team um sich herum. Daran zu glauben, dass Mosolf die Abteilung alleine aus dem Tal der Tränen führen wird, ist vermessen. Er selbst hat dies im Vorfeld bereits erkannt, als er sagte, dass es keine One-Man-Show geben werde ganz einfach, weil es keine geben kann. Wenn dies trotz der offenkundigen Aufbruchsstimmung, die sein Amstantritt ausgelöst hat, bei den Mitgliedern ankommt, dann ist schon viel gewonnen.