Lokales

"Keine realistischen Alternativen"

In der aktuellen Debatte um die weitere Nutzung der Kernenergie in Deutschland bezieht auch der Kreisverband der Jungen Union Esslingen klar Stellung und fordert einen "Ausstieg vom Ausstieg".

KREIS ESSLINGEN "In Anbetracht der derzeitigen Krise in der Ukraine, um die Gaslieferungen aus Russland sowie einem steigenden Ölpreis muss auch in der Bundesrepublik erneut ernsthaft über die Konsequenzen des Atomausstiegs nachgedacht werden", sagt Philip König, Kreisvorsitzender der Jungen Union Esslingen. "So lange keine realistischen Alternativen bestehen, ist der Ausstieg auch weiterhin nur ideologisch zu begründen und birgt erhebliche Zukunftsrisiken."

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Nicht zuletzt verliere die Bundesrepublik durch den Ausstieg ihren technologischen Vorsprung in der Atomtechnologie, ein "Know-how", an dem viele Arbeitsplätze hängen. Vorstandsmitglied Max Pflaum: "Es ist schizophren, unser Wissen auf diesem Sektor aufzugeben und uns gleichzeitig von anderen Ländern abhängig zu machen, die ihren Strom aus AKWs gewinnen, die den deutschen Qualitätsansprüchen nicht genügen. Es wäre ein Schildbürgerstreich, wenn in anderen Ländern die Kapazitäten ausgebaut würden, um die deutsche Nachfrage nach Strom zu befriedigen. Sicherheit wird dadurch nicht gewonnen, Arbeitsplätze aber sicherlich ins Ausland verlagert."

Diese von der Vorgängerregierung getroffene ideologische Entscheidung bringe Europa nach Ansicht der Jungen Union keinen Gewinn an Sicherheit. Die Bundesrepublik werde durch diese Entscheidung nur zur "energiepolitischen grünen Wiese" zwischen Frankreich im Westen und den Neumitgliedern der EU im Osten.

pm