Lokales

Keine Uhr, dafür Gong

Auch wenn schon die ersten Veranstaltungen in der Notzinger Gemeindehalle stattgefunden haben, so beschäftigt das Gebäude in zahlreichen Einzelpunkten auch weiterhin den Gemeinderat.

IRIS HÄFNER

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NOTZINGEN Recht genau hat der Ausschuss für Technik und Umwelt im Februar die umgebaute Gemeindehalle in Augenschein genommen. Dabei wurden viele Punkte angesprochen und teilweise auch Maßnahmen festgelegt.

Einige Dinge konnte der Ausschuss nicht entscheiden, weshalb diese in der jüngsten Sitzung des Notzinger Gemeinderates zur Debatte standen. Vor allem drei Punkte sorgten für eine langatmige Diskussion im Ratsrund. Da war zum einen die Sache mit der Uhr. Schnell war klar, dass in der Halle selbst keine eingebaut werden sollte, aber möglicherweise im Foyer. Bei der Abstimmung gab es eine Pat-Situation in Notzingen eine absolute Ausnahme. Das Ergebnis: fünf Ja-, fünf Neinstimmen und vier Enthaltung. Da über die Frage "Wer will eine Uhr" abgestimmt wurde, erhielt dieser Antrag keine Mehrheit und somit gibt es auch keinen Zeitmesser. "Hätte ich die Frage andersrum formuliert, hätten wir jetzt eine", nahm Bürgermeister Flogaus das Ergebnis mit Humor, denn er hatte für die Uhr gestimmt.

Auch der Pausengong sorgte für Diskussion. Zwar waren sich alle einig, dass diese Einrichtung wünschenwert ist, lediglich die Kosten in Höhe von rund 1200 Euro schien einigen Gemeinderäten zu hoch. Als es zur Abstimmung kam, ist das Ergebnis wesentlich deutlicher ausgefallen, als das vorherige: elf Gemeinderäte entschieden sich dafür, drei dagegen.

Über die Bar wollte das Gremium nicht am grünen Tisch entscheiden. Die Sitzung dafür zu unterbrechen, schien allen Beteiligten nicht angebracht und so traf sich der Gemeinderat fast vollständig am Dienstagabend in der Halle, um über das Aussehen dieses doch recht markanten Möbelstücks im Foyer zu entscheiden. Die Bar behält ihren geplanten Schwung bei, muss allerdings für die Garderobe ein Scharnier erhalten, sodass sich ein kleines Teil der Bar paralell zur Wand öffnen lassen kann. Diese Änderung war notwendig geworden, da bei den meisten Veranstaltungen die Garderobe zugänglich sein sollte.