Lokales

Keine Zuschüsse

Keine gute Nachricht für den Notzinger Gemeinderat während seiner jüngsten Sitzung: Die Gemeinde muss die Kosten für die Sanierung der Zehntscheuer komplett alleine aufbringen.

IRIS HÄFNER

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NOTZINGEN Schon mehrfach hat sich das Gremium mit der Sanierung der Zehntscheuer befasst. Mitte Juli wurden die Arbeiten in Höhe von knapp 130 000 Euro vergeben. Schon damals war klar, dass es mit den erhofften Zuschüssen schwierig werden könnte. Nun ist es amtlich. Wird "nur" in die Erhaltung eines denkmalgeschützten Gebäudes investiert, gibt es dafür kein Geld. Möglicherweise würden sich die Richtlinien im nächsten Jahr ändern, sodass vielleicht auch der Erhalt der Notzinger Zehntscheuer bezuschusst werden könnte, doch auf diese vage Zusage wollen sich die Notzinger nicht verlassen .

Um jetzt in den Genuss zu kommen, müsste die Scheuer in Zukunft in irgendeiner Form genutzt werden. Dies wiederum würde jedoch weit höhere Kosten verursachen als bislang vorgesehen. "Wenn wir wie vom Regierungspräsidium vorgeschlagen eine Art überdachten Festplatz bauen würden, würde uns das weit mehr kosten, als wir Zuschüsse bekommen", begründete Notzingens Bürgermeister Flogaus die Entscheidung, weshalb dieser Gedanke nicht weiter verfolgt wurde. Allein die Einrichtung von Sanitäranlagen kostet seiner Ansicht nach mindestens 60 000 Euro, die Zuschüsse über das Landessanierungsprogramm betragen jedoch maximal 44 000 Euro.

Noch extremer sieht es beim Landesdenkmalamt aus. "Wenn wir versuchen würden, über dieses Amt an Gelder zu kommen, bringt uns das ebenfalls nichts. Auch hier hätten wir einen enormen Mehraufwand zu betreiben und würden dann nur einen vierstelligen Betrag erhalten", rechnete Jochen Flogaus vor.

Somit schultert die Bodenbachgemeinde die Finanzierung des historischen Gebäudes jetzt selbst.