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Kinder und Narrensagen die Wahrheit Zur ...

Kinder und Narrensagen die Wahrheit

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Zur Karikatur "Reitet für Deutschland", im Teckboten vom 7. Dezember:

Kinder und Narren sagen die Wahrheit, so lautet ein altes Sprichwort. Narren waren früher in Fürstenhöfen und haben dort, mit viel Mut, Missstände im Sozialgefüge angesprochen. Gibt es noch, oder wieder Narren, die mutig die Wahrheit sagen? Ich denke ja. Einer davon ist der Karikaturist Haitzinger.

Im Teckboten vom 7. Dezember war folgende Karikatur: Auf einem Steckenpferd "Patriotismus" reitet Angela Merkel siegessicher mit dem Victory-Zeichen. Hinter ihr am Boden liegend ist ein abgemagerter Klepper mit der Aufschrift "Gesundheitsreform" zu erkennen.

Was sagt uns dieser Narr? Die CDU sucht schon jetzt ein Wahlkampfthema, das beim Wahlvolk ankommt, weil ihre Gesundheitsreform wegen einer schwierigen Zangengeburt nicht lebensfähig ist. Aber Vorsicht, es lauert Gefahr.

Was ist Patriotismus? Unter diesem Schlagwort können Gefühle und Ängste angesprochen werden, die in unserer Multikulti-Gesellschaft schlummernd vorhanden sind. Auch mir gefällt nicht, wenn meine Enkel in eine Schule kommen, in welcher nicht alle Kinder deutsch verstehen.

Patria gleich Vaterland. Wo haben diese Kinder ihr Vaterland? Hinter diesem Wahlkampfthema stecken viele Möglichkeiten. Viel Populismus, viele Wählerstimmen, natürlich für die CDU, so einfach ist das.

Was mich an der Karikatur aber stört, ist, dass ausgerechnet Angela Merkel das vitale Steckenpferd "Patriotismus" reitet, denn ich habe sie anders in Erinnerung.

Im Teckboten vom 6. Mai ist zu lesen "Angela Merkel rudert reitet zurück". Von wo? Von ihrem Auftritt in Washington kurz vor Beginn des Irak-Krieges und ihrem dortigen Bemühen, unsere Bundesregierung schlecht zu reden. Für eine kurze Zeit ist ihr das ja auch gelungen. Schlechtreden ist unpatriotisch. Ich will nicht weiterdenken.

Friedrich Blum

Kirchheim, Lange Morgen

Hoffentlich regiertweiter die Vernunft

Zu den Artikeln "Haushalt noch nicht unter Dach und Fach" im Teckboten vom 16. Dezember sowie "Alle Kosten kommen noch einmal auf den Prüfstand", "Neue Chance" und "Den Pfad der Tugend verlassen", im Teckboten vom 17. Dezember:

Ich bin froh, dass unser Stadtrat diesem unverantwortlichen Anstieg der Verschuldung noch nicht zugestimmt hat, und hoffe, dass nun wie angekündigt die Vernunft regieren soll und Freiwilligkeitsleistungen hinter dem Allernotwendigsten zurück stehen sollen. Zu Freiwilligkeitsleistungen gehört für mich eindeutig der Abriss und große Neubau einer Naberner Sporthalle mit großem Parkplatz, der immense Summen verschlingen wird, während die derzeitige Mehrzweckhalle sowohl für den Kindergarten- und Schulbetrieb als auch für die meisten Vereinsaktivitäten und Veranstaltungen durchaus ausreicht. Auch wenn Vereinsfunktionäre den Technischen Ausschuss durch zugegeben hervorragende rhetorische Ausführungen bereits zur Zustimmung zu einem Neubau gewinnen konnten.

Ich hoffe darauf, dass dem Kirchheimer Stadtrat der realistische Blick auf die tatsächlich dringend notwendigen Investitionen im Bereich der Schulen (Freihof-, Teck-Real- und Raunerschlule sowie Mensa des Schlossgymnasiums) erhalten bleibt, auch wenn Kinder keine so hervorragende Lobby haben wie die Vereine. Vereinswünsche nach mehr Platz sollten erst dann erfüllt werden, wenn die finanziellen Möglichkeiten der Stadt dies zulassen.

Margret Schäfer-Fiala

Nabern, Hofbaumgärten

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