Lokales

Kinderbetreuung wird ausgebaut

Dettinger Spielgruppe „Wichtel“ hat künftig auch mittwochs geöffnet

Die Gemeinde Dettingen baut ihr Betreuungsangebot für Kleinkinder aus. Dadurch erhöht sich der Elternbeitrag für die Spielgruppe „Wichtel“ von 90 auf 120 Euro im Monat.

Dettingen. Ab 1. Februar können Dettinger Eltern ihre Kleinkinder in der Spielgruppe „Wichtel“ auch mittwochs von 7.30 bis 12.45 Uhr betreuen lassen. Bislang besteht das Angebot montags und dienstags. Weil die Nachfrage groß ist, beschloss der Gemeinderat in seiner letzten Sitzung in diesem Jahr den Ausbau des Betreuungsangebots.

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Darüber hinaus sprachen sich die Räte dafür aus, die Schließzeiten der drei bestehenden Spielgruppen an die Anzahl der Schließtage in den Kindertagesstätten Starennest und Regenbogen anzugleichen. Bislang sind die Spielgruppen in den Schulferien geschlossen; nun soll es nur noch 30 Schließtage im Jahr geben. Auch hier kommt die Gemeinde vielen Eltern entgegen, die den Wunsch geäußert hatten, die Spielgruppen auch in den Ferien zu öffnen.

Durch den Ausbau der Kinderbetreuungszeiten müssen zunächst aber nicht alle Mütter und Väter mit einem höheren monatlichen Beitrag rechnen: Nur die Eltern von Kindern,

die in der Gruppe „Wichtel“ untergebracht sind, bezahlen künftig mehr: Da hier die Betreuung auf Mittwoch ausgedehnt wird, steigt der Monatsbeitrag von 90 auf 120 Euro.

Für die Umsetzung ist es erforderlich, das Personal in allen drei Spielgruppen um insgesamt 0,9 Vollzeitstellen aufzustocken. Laut Kämmerer Jörg Neubauer entstehen dadurch zusätzliche Kosten in Höhe von jährlich etwa 35 000 Euro.

„Bei der Betreuungsquote der unter Dreijährigen belegen wir den zweiten Platz im Landkreis“, freute sich Bürgermeister Rainer Haußmann und verwies auf die Quote von 50 Prozent. Nur Owen stehe mit einer Betreuungsquote von 61,8 Prozent noch besser da.

Dass die Betreuungszeiten ausgebaut werden sollen, begrüßten alle anwesenden Gemeinderäte. Nur mit der Erhöhung des Elternbeitrages konnte sich beispielsweise Hermann Pölkow (SPD) nicht anfreunden: „Es kann nicht sein, dass wir an den Kindern unter drei Jahren verdienen“, sagte er. Die Kinderbetreuung sei eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Simone Blankenhorn, Leiterin der Kindertagesstätte Regenbogen, betonte, dass der Betreuungsaufwand für Kinder unter drei Jahren größer sei als für „Ü3-Kinder“. „Man braucht einfach mehr Personal“, gab sie zu bedenken. „Das ist richtig“, sagte Pölkow. „Aber dafür erhält man Geld vom Land.“

Das Gremium beschloss die Erhöhung des Elternbeitrages schließlich bei elf Für- und zwei Gegenstimmen.