Lokales

„Kindheit auf dem Land früher“

Die sieben baden-württembergischen Freilichtmuseen stellen sich auf der CMT vor

Kreis Esslingen. Unter dem Motto „Kindheit auf dem Land“ eröffnen die sieben Museen am Sonntag, 5. April, im Freilichtmuseum Neuhausen ob Eck gemeinsam zunächst das Jahresthema der neuen Museumssaison. Die von der Landesstiftung Baden-Württemberg unterstützte und von den Freilichtmuseen gemeinsam erarbeitete Ausstellungsreihe „Dorf unterm Hakenkreuz“ zeigt sodann sieben unterschiedliche Ausstellungen zu sieben Themen dieses düsteren Kapitels deutscher Geschichte.

Auch dieses Jahr präsentieren sich die „Sieben im Süden“ bei der CMT (Halle 6, Stand-Nr. 6C72), die vom 17. bis 25. Januar in der Neuen Messe in Stuttgart stattfindet.

Der gemeinsame Saisonstart am Sonntag vor Ostern findet in diesem Jahr am 5. April unter dem Motto „Griffel, G‘sälz und kurze Hosen. Kindheit auf dem Land“ im Freilichtmuseum Neuhausen ob Eck statt. In Kooperation mit dem SWR-Fernsehen lassen die sieben Museen gemeinsam mit Kindern die Welt der Ur-Großeltern für einen Tag wieder aufleben. In der alten Dorfschule wird wie früher Unterricht gehalten, in Küchen wird mit Kindern gekocht und gegessen. In Stuben, in Scheunen und auf den Plätzen gibt es alte Kinderspiele zum Ausprobieren. Bei einem Publikumswettbewerb werden Opa und Oma, die zusammen mit Enkeln in historischen Kleidern ins Museum kommen, prämiert.

„Kindheit auf dem Land“ ist auch Thema am Tag der Freilichtmuseen „Wir zeigen Originale“ am Sonntag, 2. August. In allen Museen wird gezeigt, wie sich das Leben für die Kinder zu Hause, im Dorf oder in der Schule gestaltete. Und es darf nicht nur zugeschaut, sondern auch tüchtig mitgespielt, -gelernt und -gearbeitet werden.

Wie sich das Leben auf dem Land während des Nationalsozialismus abspielte, zeigt die Ausstellungsreihe „Dorf unterm Hakenkreuz“ anhand von Quellenmaterial der Museen. Jedes Freilichtmuseum beleuchtet dabei einen bestimmten Aspekt: Die Kinderlandverschickung im „Dritten Reich“ (Odenwälder Freilandmuseum Walldürn-Gottersdorf) wird ebenso in den Blickwinkel genommen wie der „Reichsnährstand“ (Hohenloher Freilandmuseum Wackershofen), die Rolle der Frauen im Nationalsozialismus (Freilichtmuseum Beuren), das Hereinbrechen der Kriegsereignisse im Schwarzwald (Schwarzwälder Freilichtmuseum Vogtsbauernhof Gutach), Schule und Erziehung (Freilichtmuseum Neuhausen ob Eck), NS-Propaganda im Bereich der Landwirtschaft (Oberschwäbisches Museumsdorf Kürnbach) oder das Schicksal von Zwangsarbeitern (Bauernhaus-Museum Wolfegg). Im Frühjahr 2009 wird ein Begleitbuch zur Ausstellung erscheinen.

Auch in diesem Jahr gibt es wieder den gemeinsamen Museumspass. Er kostet 19 Euro, gilt zwei Jahre lang und erlaubt den einmaligen Eintritt in jedes der sieben regionalen ländlichen Freilichtmuseen in Baden-Württemberg.

Die neu aufgelegte Broschüre der „Sieben im Süden“ informiert über alle Angebote und ist in jedem der Museen oder beim Info-Service erhältlich, kostenlose Service-Nummer 08 00/7 68 73 36. pm

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