Lokales

Kirche erscheint künftig im Kupfergewand

Die Evangelische Stephanuskirche in Holzmaden soll noch in diesem Jahr in neuem Glanz erstrahlen. Dach und Fassade des Gebäudes werden erneuert und saniert, in Gemeindesaal und Foyer stehen Erweiterungen an.

BIANCA LÜTZ

Anzeige

HOLZMADEN "Auch an kirchlichen Gebäuden nagt der Zahn der Zeit", bemerkte Architekt Dieter Hoff in jüngster Sitzung des Holzmadener Gemeinderats. Unter dem Tagesordnungspunkt "Bauanträge" legte Hoff die geplanten Sanierungs- und Umbaumaßnahmen an der vor 35 Jahren erbauten Evangelischen Stephanuskirche dar: Langlebiges Kupferblech soll die schwarzen Faserzementplatten an den Fassaden ersetzen. So wird auch der "Kopf" des Kirchturms samt Dach in Kupfer gehüllt. Das derzeit mit Bitumen versehene Pultdach der Kirche wird mit braunen Tonziegeln gedeckt. Zudem ist geplant, die gesamte Betonfassade zu sanieren und zu streichen.

Neben den Erneuerungen soll es auch räumliche Umbauten geben: Der Gemeindesaal wächst um 15 Quadratmeter, und das Foyer wird erweitert. Mit Hilfe einer Stahl-Glas-Konstruktion wird ein neuer, überdachter Vorbereich geschaffen. Zwei Fenster im Dach des Gemeindesaals sowie ein Oberlicht im Foyer sorgen für eine bessere "natürliche" Beleuchtung der Räume und tragen damit ebenso zur Energieersparnis bei wie eine stärkere Wärmedämmung.

Die Kosten für die Maßnahmen belaufen sich auf 350 000 Euro. Etwa zwei Drittel davon trägt die Kirchengemeinde selbst. Zuschüsse bekommt sie von der Landeskirche und dem Kirchbezirk Kirchheim. Auch die bürgerliche Gemeinde Holzmaden sitzt bei der Finanzierung mit im Boot: Althergebrachte Verträge legen fest, dass sich Kommunen zu 50 Prozent an Kosten beteiligen, die den Kirchturm betreffen. Bei der Stephanuskirche beläuft sich der Anteil für die Kommune auf 21 000 Euro. Kosten und Bauantrag stimmte der Gemeinderat einmütig zu. Während der Arbeiten kann die Kirche trotzdem genutzt werden.