Lokales

KIRCHHEIM Das Wunder von Bern aus nationaler ...

KIRCHHEIM Das Wunder von Bern aus nationaler Sicht das herausragende

Anzeige

THOMAS PFEIFFER

Sportereignis des vergangenen Jahrhunderts. Als Helmut Rahn mit einem sehenswerten Linksschuss im Endspiel der Fußball-Weltmeisterschaft gegen Ungarn am 4. Juli 1954 Deutschlands 3:2-Siegtreffer glückte und die Sepp Herberger-Auswahl vor rund 65 000 Augenzeugen im Berner Wankdorfstadion damit sensationell zur weltbesten Mannschaft katapultierte, da verfiel die Nation in einen kollektiven Glücks- und Rauschzustand. Nachkriegs-Deutschland feierte mit geballtem Stolz erstmals wieder richtig meist daheim vorm Röhrenradio, oder, in selteneren Fällen, als Besucher einer jener Lokalitäten, die sich den Luxus eines neuartigen Schwarzweiß-Fernsehgerätes schon leisteten.

Wie Hans Sehr (74). Der Notzinger, später langjähriger Vorsitzender des Fußballbezirks Neckar/Fils, verfolgte mit über 150 Gleichgesinnten das 54er-Endspiel als 21-Jähriger in der örtlichen Gaststätte "Adler". Seine Erinnerung ist noch heute gut und enthält diese Pointe: "Als das 3:2 fiel, brach im Adlersaal grenzenloser Jubel aus, und ich schlug meinem Vordermann, dem örtlichen Frisörmeister Ost, begeistert auf die Schulter. Zu einer späteren Zeit traf ich Ost wieder, und er sagte mir, ich hätte ihm mit diesem einen Schlag das Schulterblatt gebrochen." Ausgelassen, überschwänglich: So war die Stimmung damals nach dem Siegtor gegen die Fußball-Großmacht Ungarn im Lande.

Deutschlands fußballerisches Meisterstück anno 1954 wer da wie Hans Sehr schon auf der Welt und ausgewachsen war, kann viel erzählen. Solche Leute sucht die Teckboten-Sportredaktion ab sofort, genauer: jene Augenzeugen, die das WM-Endspiel in Bern miterlebten. Wie verlief die Anreise in die Schweizer Hauptstadt? Wie war die Stimmung im Stadion und dem deutschen Fanblock? Und wie (wenig) plangerecht verlief die Rückreise in jener kurzen Sonntagnacht, wonach viele Werktätige wieder zur Arbeit mussten? Solche und ähnliche Fragen an Zeitzeugen von damals würden wir gerne stellen: Die Teckboten-Jubiläumsausgabe zum 175-jährigen Bestehen, die ausgewählte Höhepunkte dieses Zeitraumes enthalten wird, erscheint im Sommer.

Das Wunder von Bern: Erzählfreudige Zeitzeugen bitte unter 07021/975024 oder lokalsport@teckbote.de melden.