Lokales

"Kirchheim denkt weiter"

KIRCHHEIM Weniger finanzielle Aspekte als vielmehr ideelle Werte stellte Sabine Bur am Orde-Käß von den Grünen Alternativen in den Mittelpunkt ihrer Haushaltsrede. Gemäß dem Motto "Geld und Ideen in die Zukunft investieren" hat die Fraktion fünf Leitgedanken aufgestellt: Hinter dem Schlagwort "Kirchheim macht Schule" verbirgt sich das Engagement für Bildung und Betreuung. Um die Chancengleichheit zu verbessern, sind die Grünen gegen eine Erhöhung der Kindergartengebühren. Die Sanierung der Schulen ist der Fraktion wichtig, wobei die Freihof-Grund- und Realschule als Verbundschule geführt werden könnte. Um Jugendlichen Mitsprache zu garantieren, regte Bur am Orde-Käß ein Jugendforum an.

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"Kirchheim baut vor" steht für Bauen und Wohnen. Hier streben die Grünen ein Leitbild an, begrüßen das Spielkonzept für die Innenstadt und appellieren daran, Wohnen für Arme nicht zu vergessen. Unter die Rubrik "Kirchheim arbeitet an sich" stellte die Sprecherin die Forderung, dass Kirchheim nicht nur Wohn- und Schlafstadt sein solle für Menschen, die im Ballungsraum Stuttgart arbeiten. Engagement dafür erwartet sie vom Wirtschaftsförderer, zu dessen Finanzierung sie die Erhöhung der Gewerbesteuer begrüßt. Zur Haushaltskonsolidierung sehen sich die Grünen unter dem Stichwort "Kirchheim verausgabt sich nicht" verpflichtet.

Unter "Kirchheim denkt weiter" pochte Bur am Orde-Käß auf Nachhaltigkeit, ökologische Maßnahmen, den Einsatz erneuerbarer Energien und Vorhaben wie die Erarbeitung eines interkommunalen Hochwasserkonzepts mit den Umlandgemeinden.

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ANTRÄGE1. Sperrung der Herdfeldbrücke für Autos2. 2006 nur Beschilderungskonzept in historischer Altstadt, Stadteingänge schieben3. Mittel für Einfachstwohnungen vorziehen4. Schulen als Zukunftsinvestitionen aus Neckarwerksaktien finanzieren5. Städtische Blumen aus "fairem Handel"6. Möglichkeit des Splittens bei Abwassergebühren untersuchen, abhängig vom Grad der versiegelten Fläche7. Stadtforum Bildung, Betreuung, Integration8. Fortschreibung der Sozialplanung "Menschen ausländischer Herkunft"9. GR-Exkursion zur Besichtigung partizipatorischen Bauens mit Stadtforum danach10. Prüfung einer Grund- und Real-Verbundschule bei Freihof-Neubau, ökologische Bausteine berücksichtigen11. Interkommunales Hochwasserkonzept12. Bericht der Verwaltung über bisherige Ausgleichsmaßnahmen13. Prüfung, ob Bündnis für Vereinbarkeit von Familie und Beruf möglich14. Messpunkte für "landesweite Lärmkarte" für Kirchheim und Erläuterung