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KIRCHHEIM "Wir haben eine klare Zielsetzung: Recaro wird sich als der Premiumanbieter von Fahrzeugsitzen für die weltweiten Top-Hersteller und Top-Fahrzeugklassen etablieren." Mit dieser Aussage von Horst Kespohl, dem Vorsitzenden der Geschäftsführung von Recaro, ist die Marschrichtung des global operierenden Unternehmens vorgegeben. Schon heute ist Recaro in der "automobilen Oberschicht" das Synonym für optimales Sitzen schlechthin, und Hersteller wie Aston Martin, Ferrari, Porsche, Lamborghini, Audi, BMW, Mini aber auch Ford, Opel und Volkswagen gehören zu den Kunden des Kirch-heimer Unternehmens. Dabei hat vor wenigen Jahren eine dramatische Veränderung im Markt Recaro zu völlig neuen Strategien herausgefordert. War Recaro bislang ein sehr erfolgreicher Anbieter von Nachrüstsitzen für sportliche Fahrer oder Vielfahrer mit Rückenproblemen, so hat sich die Situation auf demMarkt gründlich geändert. Und Recaro hat rechtzeitig reagiert: Das Geschäft, mit dem Recaro groß geworden ist, macht heute nur noch 30 Prozent des Umsatzes aus. 70 Prozent des Umsatzes gehen auf das Konto der Erstausrüstung von Autos. "Die Konzentration unserer Ressourcen richtet sich heute auf die Erstausrüstung", sagt Kespohl, und betont: "Hier finden wir das Wachstumspotenzial, das wir nutzen wollen und werden."

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Die Entwicklung des Marktes und die Orientierung an den Wünschen der Kunden hat Recaro zweifellos geholfen. Die Individualisierung im automobilen Bereich und dazu passend die optimalen Sitze nicht nur im technischen, sondern auch im design-bestimmten Bereich haben Recaro zur Nummer eins als Ausrüster für Top-Produkte mit bis zu 30 000 Fahrzeugen pro Jahr werden lassen.

Recaro, mit Sportsitzen und dem Motorsport groß und bekannt geworden, ist heute eine Firma mit einer klaren und zukunftsorientierten Strategie für eine weiterhin erfolgreiche Entwicklung. "Es ist unser erklärtes Ziel, in der Erstausstattung führender Premiumausstatter für die Fahrzeuge der gesamtenautomobilen Oberklasse zu werden", bekräftigt Bernhard Strunk, Mitglied der Geschäftsführung und dort unter anderem für Vertrieb und Marketing zuständig.

Immer mehr Automobilfirmen weltweit suchen die Zusammenarbeit mit Recaro, um bei besonders hochwertigen Fahrzeugen Sitze anzubieten, die den Maßstab setzen. So entwickelte Recaro für den Porsche GT einen extrem leichten Sitz, und auch bei den RS-Modellen von Audi wurde das Potenzial der Entwicklungsabteilung von Recaro voll ausgeschöpft. "Immer bei besonders schwierigen und komplexen Vorgaben kommen die Hersteller zu uns, weil sie wissen, dass wir die richtige Antwort haben und einen perfekten Sitz für das betreffendeAuto liefern", erklärt Strunk die Zusammenarbeit zwischen Recaro und den Automobilherstellern weltweit.

"Wir bieten eine extreme Flexibilität und reagieren auf Kundenwünsche sofort", sagt Personal- und Finanzchef Gerhard Kraus. "Wir haben gezeigt, dass man auch ohne Produktion in Billigstlohnländern mit unseren motivierten Mitarbeitern am Standort Deutschland erfolgreich tätig sein kann."

So hat die Recaro-Gruppe 2005 einen Umsatz von 135 Millionen Euro erzielt, für 2006 werden 176 Millionen erwartet, das entspricht einem Zuwachs um 30 Prozent. Sind derzeit bei der Recaro-Gruppe weltweit 632 Mitarbeiter beschäftigt, rechnet Kraus mit einer Zunahme von 3,3 Prozent auf 653 im Jahr 2006. Auch bei den Investitionen legt Recaro zu: Wurden 2005 3,5 Millionen Euro in die Firma investiert, so sollen es 2006 5,8 Millionen Euro sein.