Lokales

Kirchheimer Wehr mit guter Bilanz und neuer homepage

Positive Rückschau auf das Jahr 2005 wurde bei der Hauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Kirchheim in der Feuerwache in der Henriettenstraße gehalten. Oberbürgermeisterin Angelika Matt-Heidecker und Stadtbrandmeister Roland Schultheiß konnten an diesem Abend auch wieder zahlreiche Feuerwehrleute für ihre Verdienste im Ehrenamt auszeichnen.

RAINER STEPHAN

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KIRCHHEIM Beschwingt eröffnete der Spielmannszug der Feuerwehr mit dem Stück "Puppet on a string" den Abend. In seinen Begrüßungsworten lobte Frank Schweizer die gute Jugendarbeit des Spielmannszugs unter der Leitung von Ulrich Schmid und wies darauf hin, dass musikalischer Nachwuchs jederzeit willkommen sei.

Stadtbrandmeister Roland Schultheiß dankte in seiner Rede allen Feuerwehrleuten für ihre gute Arbeit. Zuvor gedachte die Versammlung der verstorbenen Kameraden Gerhard Mäbert, Gerhard Blessing, Werner Schäfer und Alfred Vogt.

Dass die Berichte aller Abteilungen schriftlich und in gebundener Form vorlägen, sei insbesondere dem Engagement von Klaus Hirtreiter und Karl Stolz zu verdanken. Während die Zahl der Gesamteinsätze von 276 im Jahr 2004 auf 315 im Jahr 2005 gestiegen sei, habe der Gesamtpersonalstand im gleichen Zeitraum von 454 auf 442 geringfügig abgenommen.

Sehr detailliert ging der Stadtbrandmeister auf den Brandeinsatz am 18. September in einem Wohn- und Geschäftshaus in der Jesinger Straße ein, bei dem "alle Ziele voll erreicht worden sind". In diesem Zusammenhang verwahrte er sich gegen unsachgemäße Kritik: "Schaulustige und Feuerwehrlaien sollten sich vorher informieren, bevor sie sich bei der Oberbürgermeisterin oder beim Bürgermeister beschweren", konstatierte Feuerwehrchef Roland Schultheiß.

Kreisbrandmeister Bernhard Dittrich lobte die Arbeit der Kirchheimer Wehr und bat, die demografische Entwicklung im Auge zu behalten. "Wenn das der Stadtverwaltung vorgelegte Fahrzeugbeschaffungskonzept bis 2014 erfüllt sein sollte, müssen wir darauf achten, dass dann noch genügend Personal da ist", umschrieb er augenzwinkernd die Abhängigkeit zwischen Nachwuchsarbeit und den Fahrzeugbeschaffungswünschen mit einem Gesamtvolumen von 2 Millionen Euro brutto.

Tief beeindruckt vom vielfältigen und schwierigen Wirken der Feuerwehrleute zeigte sich Oberbürgermeisterin Angelika Matt-Heidecker: "Ich habe persönlich erlebt, wie Sie sich höchster Gefahr stellen". Lobend erwähnte sie auch das vom Stadtbrandmeister vorgestellte "rollierende System", demzufolge Löschfahrzeuge nach einer gewissen Nutzungszeit in der Abteilung Kirchheim an die jeweiligen Abteilungen weitergegeben werden. "Das wirkt der Finanzkrise letztendlich auch entgegen", stellt Oberbürgermeisterin Matt-Heidecker fest.

Einen breiten Raum nahm die Ehrung verdienter Feuerwehrleute ein. Angelika Matt-Heidecker bezeichnete die Geehrten als Vorbilder für die Jugend. Beglückwünscht und geehrt wurden für 25-jährige aktive Dienstzeit: Jürgen Bezler, Bernd Metzger, Bernd Müller, Karl-Heinz Oßwald und Bernd Sterlley aus Jesingen, Thomas Kraft, Heinrich Götz und Wilfried Stephan aus Lindorf sowie Peter Hüllmantel aus Nabern und Horst Reckert aus Kirchheim; für 40-jährige aktive Dienstzeit: Hermann Kik aus Ötlingen, Kurt Baur und Heinz Ilg aus Jesingen sowie Willi Wagner aus Kirchheim.

Für 25-jährige Mitgliedschaft nicht aktiv: Heinz Harand aus Kirchheim; für 50-jährige Mitgliedschaft nicht aktiv: Heinz Geiger, Siegfried Kraft, Werner Martin und Franz Rotter aus Lindorf, Rolf Henzler und Siegfried Klein aus Ötlingen sowie Albrecht Koser und Rolf Übele aus Jesingen; für 60-jährige Mitgliedschaft nicht aktiv: Walter Kazmaier aus Kirchheim sowie Hugo Carrle und Erwin Ilg aus Jesingen. Bei den Ehrungen des Spielmannszugs erhielt Bärbel Psader für 30-jährige Spielzeit die Goldene Ehrennadel und eine Urkunde. Den Spielleuten Carola Gräter und Ulrich Schmid wurde die Silberne Ehrennadel für 20 Jahre Musizieren ausgehändigt.

Beim Tagesordnungspunkt Wahlen stand die turnusmäßige Wahl des stellvertretenden Stadtbrandmeisters an. Nominiert waren neben dem Amtsinhaber Günther Pfizenmaier die Feuerwehrleute Michael Briki und Peter Pawel. Während im ersten Wahlgang kein Bewerber die absolute Mehrheit erhielt, setzte sich im zweiten Wahlgang von den beiden im Rennen verbliebenen Bewerbern Günther Pfizenmaier mit 90 Stimmen gegen Michael Briki mit 69 Stimmen durch.

Für das Team Öffentlichkeitsarbeit der Feuerwehr stellte Frank Schweizer den neuen, gemeinsamen Internetauftritt aller Kirchheimer Feuerwehren vor, der durch ein einheitliches Bild, Mitgliederwerbung, verstärkte Information, mehr "Macher" und stärkere Aktualität gekennzeichnet sein wird. Der Startzeitpunkt soll im zweiten Quartal 2006 liegen.

Informationen zur Kirchheimer Feuerwehr sind im Internet unter www.Feuerwehr-Kirchheim.de abrufbar.