Lokales

Kirchheims Sehenswürdigkeiten kommen ins Fernsehen

Markt und Martinskirche, Turmbläser und Fachwerkhäuser, das Schloss und historische Dampftechnik Kirchheim hat seinen Besuchern einige Attraktionen zu bieten. "Fahr mal hin" empfiehlt der SWR daher auch in seiner gleichnamigen Fernsehreihe. Für eine Folge über Kirchheim und Nürtingen, die am 17. Januar ausgestrahlt wird, ist zurzeit ein Kamerateam in der Teckstadt unterwegs.

BIANCA LÜTZ

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KIRCHHEIM "Wir wollen Stadtbild und Kultur, ein wenig Gastronomie, aber auch die Menschen in den Städten zeigen", beschreibt Autor Hans-Peter Frick, was er mit seinem Beitrag "Zwischen Neckar und Schwäbischer Alb Nürtingen und Kirchheim" erreichen will. Zusammen mit Kameramann Jochen Sülberg und Tontechniker Patrick Afriat ist der SWR-Redakteur zurzeit in Kirchheim unterwegs, um Sehenswertes, Wissenswertes und Besonderes rund um die Teckstadt in Bild und Ton festzuhalten.

So greift der Beitrag etwa das Marktgeschehen in Kirchheim auf und zeigt die Turmbläser bei ihrem samstäglichen Choral. Er stattet dem Literarischen Museum im Max-Eyth-Haus einen Besuch ab und zeigt die Kanzel und die "Schwäbische Madonna" in der Martinskirche. Mit Geschichten über das Kirchheimer Schloss und die Herzogin Henriette von Württemberg lässt Willi Kamphausen die Vergangenheit der Stadt aufleben: Der Kirchheimer steht dem SWR-Team nämlich derzeit nicht nur als Ansprechpartner vor Ort zur Verfügung, sondern taucht darüber hinaus in dem Beitrag von "Fahr mal hin" als kompetenter Stadtführer auf.

"Ein absoluter Höhepunkt für mich war der Dampfpflug", sagt Hans-Peter Frick. Der Verein "Historische Dampftechnik Kirchheim", der Dampfmaschinen pflegt und wartet, mobilisierte eigens für das Fernsehteam einen Dampfpflug, wie ihn einst Max Eyth entwickelt hatte. Dessen Funktionsweise demonstrierten die Dampftechnik-Freunde dann auf einem Acker bei Lindorf. Wenn der Beitrag im kommenden Jahr ausgestrahlt wird, zollt er somit auch dem in Kirchheim geborenen Dichter-Ingenieur Tribut: Max Eyths Todestag jährt sich 2006 zum 100. Mal. Eine weitere Sehenswürdigkeit, die Frick in seinem Beitrag aufgreifen möchte, ist das Alte Haus in Kirchheim. "Es ist ein Beispiel dafür, wie man mit Fachwerk umgehen, es renovieren und dann auch wieder nutzen kann."

Konzentriert sich die Sendung weitgehend auf die Stadtgebiete von Nürtingen und Kirchheim, so ist das Fernsehteam trotzdem abgeschweift und ins Lenninger Tal gefahren: Dort haben Hans-Peter Frick und sein Team die Brennerei von Christian Gruel in Owen besucht.

Nachdem das Wetter bislang zum großen Teil mitgespielt hat, hofft der Redakteur nun inständig auf einen weiteren schönen Tag "Ich zittere und warte, dass wir von der Hahnweide aus noch einen Flug über die Region machen können", gesteht Hans-Peter Frick. Er selbst ist in der Nähe von Reutlingen auf- gewachsen und sein achttägiger Drehaufenthalt am Rande der Schwäbischen Alb weckt zahlreiche Jugenderinnerungen in ihm.

Heute heißt es für das Fernsehteam auf jeden Fall Abschied nehmen von Kirchheim: Hans-Peter Frick und seine Teamkollegen setzen ihre Dreharbeiten in Nürtingen fort. Ein Highlight dort ist ein literarischer Spaziergang mit dem Schriftsteller Peter Härtling. Wer teilnehmen möchte, kann heute Abend um 19 Uhr zum Ochsenbrunnen nach Nürtingen kommen. Die SWR-Fersehreihe "Fahr mal hin" ist

ein "filmischer Reiseführer" durch Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und das Saarland mit Elsass und Lothringen. Der Beitrag "Zwischen Neckar und Schwäbischer Alb Nürtingen und Kirchheim" läuft am Dienstag, 17. Januar, um 21.45 Uhr im Dritten Programm.