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"Klein, aber fein" kam an

WEILHEIM Klein, aber fein frei nach diesem Motto gestaltete der Weilheimer Reitverein dieses Jahr das Abendprogramm seines Turniers. Schon zum 35. Mal fand dieses

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Jahr das Weilheimer Reitfest statt. Und von Anfang an gehörte das große Festzelt dazu. Dort stand in früheren Jahren schon der Dschungelkönig Costa Cordalis auf der Bühne. Oder der damals mit noch nicht ganz so vielen Freundschaftsbändchen ausgestattete Wolfgang Petry. Und natürlich trällerten die "Blaumeisen", mal mehr, mal weniger live, ihre Lieder.

Zunächst führte der Reitverein Weilheim das bis über Kirchheims Kreisgrenzen hinaus bekannte Event unter Eigenregie durch. Vereinsmitglieder standen hinter der Bar oder waren die ganze Nacht hindurch damit beschäftigt, Unmengen von Heringsbrötchen für die Partygäste zu belegen. Vor etwa 15 Jahren wurde das Programm dann in die Hände professioneller Wirte gelegt.

Dieses Jahr nun war alles ganz anders. "Es ist immer schwieriger geworden, das Riesenzelt mit Partygästen zu füllen. Irgendwie haben sich die Großveranstaltungen einfach überlebt", so Silvia Mayer, eine der Vorsitzenden des RFVW. Die Vorstandschaft hat diese Zeichen erkannt und die Konsequenzen gezogen. Zum ersten Mal wurde kein großes Festzelt direkt am Rande des Wohngebiets aufgebaut (ganz zur Freude der Anwohner) sondern ein kleineres, direkt neben der Reithalle. Ein junges Team aus dem Verein übernahm die Organisation. Auf ausgedehnte Werbemaßnahmen hatte der Verein verzichtet und trotzdem war das Zelt voll. Die Mitglieder schenkten an Getränke aus, draußen wurde bis morgens um zwei Bier gezapft.

Das Weilheimer Reitfest lieferte dieses Jahr den Beweis dafür, dass größer nicht immer gleich besser ist. Denn die Turnierteilnehmer zeigten sich vom neuen Partykonzept ebenso begeistert wie "Nichtreiter".