Lokales

Knapper werdende Ressourcen beeinflussen die Arbeit

In bewährter Weise stellten die Unterlenninger jüngst den rund 70 Delegierten des Kirchheimer Kirchenbezirks ihr Gemeindehaus für die Delegiertenversammlung des Evangelischen Jugendwerkes Kirchheim zur Verfügung.

KIRCHHEIM Nach der Begrüßung durch den Ersten Vorsitzenden Dieter Aldinger ermutigte Bezirksjugendreferentin Stephanie Schwarz die Anwesenden mit ihren Gedanken zu Psalm 23: "Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln . . .". Ja, Gott freut sich, wenn es uns gut geht, er sorgt für uns und ist in guten wie in schlechten Zeiten da, um sich um uns zu kümmern. Er kennt unsere Situation. Dies wurde auch deutlich, als der Erste Vorsitzende in seinem Bericht die neue Aufteilung der Arbeitsbereiche vorstellte, die unter anderem durch den Wegfall der Personalstelle von Bezirksjugendreferent Klaus Braun Lücken und Einbußen in verschiedenen Bereichen aufwirft. Durch die knapperen Ressourcen hat der BAK (Bezirksarbeitskreis) daher als Schwerpunkt für die nächsten drei Jahre die Arbeit mit 13 bis 17-jährigen Jugendlichen festgelegt. Weniger hauptamtliche Unterstützung als bisher wird deshalb beispielsweise der Jungschararbeit, der Arbeit mit Jungen Erwachsenen und der Jugendkirche Domino zukommen.

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Im Tätigkeitsbericht von Stephanie Schwarz wurde auf das offizielle Projektende der Jugendkirche im September hingewiesen, womit auch die Finanzierung der 50-Prozent-Projektstelle der Jugendreferentin zu Ende ging. Erfreulich ist jedoch, dass es die Jugendkirche Domino weiterhin gibt, primär getragen vom Engagement der ehrenamtlich Tätigen, und dass die Jugendgemeinde zu einem festen Arbeitsbereich des Jugendwerks geworden ist. Der Dank für den Aufbau dieser tragfähigen Struktur geht zu großen Teilen an Stephanie Schwarz. Vom Pilotprojekt "Prinzip Sehnsucht", das die Referentin mit den Lenninger Kirchengemeinden durchgeführt hatte.

Laut Bezirksjugendreferent Matthias Kerschbaum lag dieses Jahr ein Schwerpunkt der Arbeit im Bereich der missionarischen Sportarbeit. Verstärkt durch die Fußball Weltmeisterschaft boten sich viele einzigartige Möglichkeiten, dieses Ereignis mit christlicher Jugendarbeit zu begleiten. Die Projektbeschreibung dazu wurde sogar mit einem Stiftungspreis der ejw-Stiftung "Jugend Bibel Bildung" prämiert. Ein weiteres Highlight war das Fußballcamp auf dem Stettenhof, das nicht nur Ballgefühl und Technik, sondern auch den Spaß am Spiel fördert und mit seiner ganzheitlichen Orientierung Geist, Leib und Seele anspricht. Die Arbeit mit jungen Erwachsenen wird nach einer Startphase von vier Jahren jetzt ehrenamtlich vom "Arbeitskreis Junge Erwachsene" vertreten durch die Erste Vorsitzende Jolanthe Barner aus Owen und den Zweiten Vorsitzenden Stefan Ruff aus Notzingen geleitet und hat sich als fester Arbeitsbereich im Jugendwerk sehr gut etabliert. Im Jugendcafe Checkpoint im Eckpunkt war vor allem die WM ein richtiges Highlight, bei dem das Cafe fast aus den Nähten platzte.

Die Informationen zum Opferring hörten die Delegierten in diesem Jahr von Markus Krumm, der die Nachfolge als Erster Vorsitzender von Siegfried Pfeiffer angetreten hat. Siegfried Pfeiffer, der im Februar nach rund 40 Jahren dieses Amt niederlegte, in dem er während dieser Zeit über eine Million Euro an Bedürftige weiterleiten durfte, erhielt herzliche Dankesworte für seinen Dienst. In diesem Jahr wurden Projekte in Äthiopien und Indien gefördert.

Der Freundeskreis des Kirchheimer Jugendwerkes unterstützt Projekte der Jugendarbeit für die die Kirche aufgrund der angespannten Finanzlage keine Mittel hat. An diesem Abend wurde der Freundeskreis durch den Ersten Vorsitzenden Hans König vertreten. Er stellte die Arbeit im vergangenen Jahr dar und warb für weitere Mitglieder. Über die Arbeit des "Hüttenvereins für die evangelischen Jugendwerke der Bezirke Kirchheim und Nürtingen" berichtete Markus Krumm. Ein Belegungsrückgang der Owener Hütte war in 2005 zu verzeichnen. In den nächsten Jahren werden weitere Probleme der Wasserversorgung sowie eine gründliche Küchenrenovierung angegangen. Sanitärrenovierungen sind eingeplant.

Mit Blick auf die Konten des Jugendwerkes gab es in punkto Kontoführung der betroffenen Rechner Wolfgang Scheu und Susanne Zimmermann keinerlei Beanstandungen. Somit konnte nach dem Bericht der Kassenprüfer die Entlastung folgen. Der Haushaltsentwurf 2007 versprach keine Wunder, aber doch Hoffnung auf etwas Entlastung durch die geringeren Personalkosten und wurde so genehmigt.

Dem BAK standen in diesem Jahr Neuwahlen bevor. Matthias Jensch, Markus Krumm und Stefan Maier traten nach langjähriger Tätigkeit von ihrem Amt zurück. Zur Wahl für die zehn Plätze im BAK standen elf Kandidaten zur Verfügung. Der neue BAK besteht aus Tanja Entenmann (Weilheim), Friedemann Ernst (Dettingen, Matias Gökeler (Markgröningen), Miriam Gökeler (Dettingen), Ralf Lehmann (Unterlenningen), Marit Maier ( Dettingen), Stefan Ruff (Notzingen), Marc Scheer (Owen), Jörg Schmid (Unterlenningen) und Jörg Schweizer (Kirchheim).

Nicht nur beim BAK gab es Veränderungen, sondern der Erste Vorsitzende des Jugendwerkes, Dieter Aldinger, trat nach vierjähriger Amtszeit aus persönlichen Gründen zurück. In seiner kurzen Ansprache drückte er seinen Dank für die bewegten Jahre aus: "Es waren wirklich Jahre, in denen das Schiff Jugendwerk in so manchen stürmischen Wogen auf und ab schwamm und seinen Weg fand". Bezirksjugendpfarrer Karl-Heinz Graf bedankte sich bei ihm für seinen Dienst. Julia Blankenhorn (Neidlingen), die Zweite Vorsitzende, übernimmt zunächst kommissarisch die Aufgaben von Aldinger.

Abschließend wurden noch Termine genannt: Am 18. Dezember findet das "Forum Jungschararbeit im Kirchenbezirk" statt. Am 14. Januar findet in Jesingen im Rahmen des Sonntagsgottesdienstes die offizielle Verabschiedung von Dieter Aldinger und die Einsegnung des BAKs sowie der Leitungskreis Domino, Junge Erwachsene und Jungschar statt. Die nächste Delegiertenversammlung ist am 23. November 2007 in Jesingen.

mk