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Knochenbrüche sind nichts Ungewöhnliches. Eine ...

Knochenbrüche sind nichts Ungewöhnliches. Eine Kniescheibenfraktur, wie sie sich VfL-Fußballer

PETER EIDEMÜLLER

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Stefan Ziegler in der Partie gegen Ditzingen am Mittwochabend jedoch zugezogen hat, erscheint da im ersten Moment gravierender oder doch nicht? Hierzu sprachen wir mit Dr. Sven Mörk (29), Assistenzarzt in der Chirurgie des Klinikums Kirchheim-Nürtingen, Standort Kirchheim.

Was ist ein Kniescheibenbruch?

Die Kniescheibe, die so genannte Patella, ist ein Teil des Streckapparats am Knie. Ohne sie würde die Sehne der Oberschenkelmuskulatur direkt auf dem Kniegelenk reiben. Typischer Auslöser für eine Fraktur ist beispielsweise ein Autounfall, also eine Gewalteinwirkung von außen.

Wie unterscheidet sich ein Kniescheibenbruch von anderen Frakturen?

Im Prinzip nicht, gebrochen ist gebrochen, egal welcher Knochen betroffen ist. Jede Fraktur sollte nach sechs Wochen verheilt sein.

Muss jeder Kniescheibenbruch operiert werden?

Nein, aber in Fällen, bei denen ein offener Bruch vorliegt, muss sofort operiert werden, um das Risiko einer Infektion zu umgehen.

Wie lange muss das Knie ruhig gestellt werden?

Mindestens drei Wochen, wobei man dabei nicht die ganze Zeit stationär behandelt werden muss. Nach der vierten Woche sollte dann eine Beugung des Knie bis 60 Grad eigentlich erlaubt und möglich sein.

Wie sieht die Anschlussheilbehandlung nach dem Krankenhausaufenthalt aus?

Älteren Patienten wird ein stationärer Reha-Aufenthalt nahe gelegt. Jüngere machen das meist ambulant. Der Schwerpunkt liegt auf der Wiederherstellung der Beweglichkeit.

Wie lange dauert es, bis man wieder richtig Sport machen kann?

Als Faustregel gelten sechs Monate, aber es kommt ganz auf den einzelnen Patienten an.