Lokales

Können und Kameradschaft

Das Vorjahr war durch den Feuerwehrbedarfsplan und mehr Einsätze geprägt

Bei der Jahreshauptversammlung der Gesamtfeuerwehr Kirchheim am Freitagabend konnte eine positive Leistungsbilanz für das Berichtsjahr präsentiert werden. Eine gute Jugendarbeit, die Erhöhung des Personalstands und das Bekenntnis zum Dienst von Frauen bei der Feuerwehr prägten die Ehrenamtstätigkeit. Stadtbrandmeister Roland Schultheiß: „Wir freuen uns über jedes Mädchen bei der Feuerwehr“.

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RAINER STEPHAN

Kirchheim. Der Stadtbrandmeister konnte in der Kirchheimer Feuerwache neben den Feuerwehrleuten viele kommunale Mandatsträger und Vertreter anderer Hilfsorganisationen begrüßen. Beim Gedenken für die Verstorbenen musste er der Versammlung zugleich auch die tragische Nachricht vom unerwarteten Tod des Kirchheimer Abteilungskommandanten Frank Schweizer überbringen.

In seinem Jahresbericht listete der Stadtbrandmeister akribisch die vielfältigen Aufgaben der fünf Kirchheimer Abteilungswehren auf. Schultheiß hob hervor, dass bei einem Personalstand von 452 Angehörigen die Zahl der aktiven Mitglieder mit 265 nunmehr einen Höchststand erreicht habe. Zu 269 Einsätzen sei alarmiert worden, wobei der Brandeinsatz in der Hindenburgstraße am 27. Dezember die größte Herausforderung darstellte.

Der vom Gemeinderat einstimmig verabschiedete Feuerwehrbedarfsplan stellt nach Ansicht des Stadtbrandmeisters eine Notwendigkeit dar, da sonst zukünftig keine Zuschüsse mehr für Feuerwehrfahrzeuge erteilt werden dürften. In diesem Bedarfsplan ist auch die anstehende Beschaffung einer neuen Drehleiter aufgeführt. Mit der Einreichung des Zuschussantrags beim Landratsamt hätten Feuerwehr und Stadtverwaltung ihre Hausaufgaben für das 850 000 Euro teure Gerät gemacht. Mit der Bitte um Anpassung der seit 2002 geltenden Entschädigungssätze und einem Dank an die Projektgruppe für die Neugestaltung des Internetauftritts der Feuerwehr schloss Schultheiß seine Ausführungen.

Erfreut erzählte Oberbürgermeisterin Angelika Matt-Heidecker von ihren Besuchen bei den Abteilungsversammlungen und dem hierbei vorgefundenen Geist von Können, Eifer und Kameradschaft. Speziell die Jugendlichen ermunterte sie, den eingeschlagenen Weg fortzusetzen: „Bleibt dabei mit der erlebten Kameradschaft.“ Zur vorgestellten Plakatwerbeaktion mit Aussagen wie „Frauen an den (Brand-)Herd“ merkte sie augenzwinkernd an: „Wir Frauen sind Katastrophen schlichtweg gewachsen“.

Bei der Schilderung der verschärften Situation der städtischen Finanzlage erwähnte das Stadtoberhaupt die aktuelle Kürzung der Verfügungsmittel um zehn Prozent, um den Verwerfungen durch die internationale Finanzkrise in Teilen Rechnung tragen zu können. Hiervon ausgenommen wären das Schulwesen und die Feuerwehr. Bezüglich der Anpassung der Entschädigungssätze verwies sie auf bereits anberaumte Gesprächstermine und bat darum, noch abzuwarten.

Kreisbrandmeister Bernhard Dittrich lobte in seinem Grußwort die Kirchheimer Wehr: „Sie sind personell gut aufgestellt“. Der Bedarfsplan wäre mit Augenmaß erstellt worden und für eine Übung mit dem Brandschutzcontainer böte sich Kirchheim wieder als Standort an.

Auch heuer konnten wieder Ehrungen verdienter Feuerwehrleute vorgenommen werden. Für 25-jährige Dienstzeit: Michael Grininger, Stefan Georg, Jürgen Ringhofer, Andreas Mäule, Rainer Hoyler, Klaus Lang, Günter Pfizenmaier und Detlef Hauser. Für 40-jährige Dienstzeit: Hermann Schmid, Helmut Eiting, Günter Kouba, Hans Joachim Walter, Manfred Maier und Kurt Schäfer. Für 50-jährige Mitgliedschaft: Erich Munz, Fritz Gölz, Gerhard Fischer und Manfred Hanne. Für 60-jährige Mitgliedschaft: Willi Maier und Wilhelm Stark.

Die Oberbürgermeisterin ernannte Rolf Schmid zum Ehrenmitglied und Ernst Löffel zum Ehrenkommandanten der Freiwilligen Feuerwehr Kirchheim. Dieter Adler erhielt für seine 24-jährige Ausbildertätigkeit eine Auszeichnung des Kreisfeuerwehrverbandes und Hubert Möhl wurde von Kreisbrandmeister Dittrich mit dem Silbernen Ehrenkreuz des Deutschen Feuerwehrverbandes ausgezeichnet. Nach der Bekanntgabe wichtiger Termine schloss der Stadtbrandmeister die gut verlaufene Versammlung.